OTS0184 5 WI 0353 PWK002 Fr, 07.Nov 1997
WWT / Tourismus

Heiße Diskussion um Tourismusthemen auf der WWT

Merkl: Zauberworte "bitte, danke u. gerne" besser als jeder Trend - NÖ Tourismus-Profi setzt auf Rückbesinnung

Wien (PWK) - Den Gastgebern aus Niederösterreich war der letzte Halbtag der Werbewirtschaftlichen Tagung 97 gewidmet, den Fachgruppenvorsteher Prof. Erwin Kessler eröffnete. Zum Thema "aktuelle Tourismustrends" hielt Klaus Merkl, Leiter der NÖ Tourismuswerbung, ein pointiertes Plädoyer für eine Abkehr vom "Schnick-Schnack-Tourismus" und eine Rückkehr zur Kernkompetenz ohne Scheu vor Klischees. "Machen wir endlich Schluß mit der Trend- und Trittbrettfahrerei und machen wir lieber das, was wir können, aber besser". Denn die drei Hauptgründe, weswegen ein deutscher Tourist nach Österreich komme, seien die Landschaft, die Gemütlichkeit sowie Nähe und Vertrautheit zu Österreich (Bandbreite 87-53 Prozent). Mehr "fun & aktion" wollten hingegen nur fünf Prozent aller Deutschen bzw. 12 Prozent der ehemaligen Österreich-Urlauber, berichtete Merkl. ****

"Man kann das Erlebnis karibischer all-inclusive-Clubs nicht 1:1 nach Österreich transferieren. Denn mit einmal wöchentlich Ziegenmelken wird es nicht getan sein", erheiterte Merkl das Publikum. Das Preis-Leistungsverhältnis müsse stimmen und die Werbelinie konsequent eingehalten werden. Nach der Trendumkehr vor zehn Jahren, "als Erholungurlaub out und statt Entspannung Anspannung angesagt war und so mancher Ort mehr Discos als Kühe hatte", sei jetzt eine Rückbesinnung erfolgt, von der er hoffe, daß sie "länger als einen Sommer" andauere. Im übrigen seien die Zauberworte "bitte, danke und gerne" stärker als jeder Trend.

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Rudolf Pasquali

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