• 09.06.2026, 10:35:32
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E-Mobilität: Umfrage unterstreicht die Forderung des Autohandels nach nötigen Anreizen für den Umstieg

Fahrzeughandel erneuert mit Blick auf die startenden Budgetverhandlungen Forderung nach Abkehr von der Einführung eines teuren Sachbezugs für E-Firmenautos.

Wien (OTS) - 

Mit der Budget-Rede des Finanzministers am 10. Juni beginnen die Verhandlungen zum Doppel-Budget für die Jahre 2027 und 2028. Am 11. Juli schließlich, so der aktuelle Plan der Regierung, soll der Beschluss folgen. Es ist zweifellos eines der tiefgreifendsten Budgets seit langem. Bei dieser Fülle an Maßnahmen besteht aber naturgemäß die Gefahr, dass sich Fehlentscheidungen einschleichen – mit wenig positivem Effekt für die Finanzen bei gravierenden Folgen an anderer Stelle. „Die geplante Einführung eines Sachbezugs für E-Firmenfahrzeuge ist ein solcher Fehler“, warnt KommR Prof. Burkhard Ernst, stv. Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), „weil er eine Abkehr von der dringend geforderten und politisch gewünschten Mobilitätswende darstellt.“

Die Wirtschaft ist der wichtigste Treiber dieser Ökologisierung, weil sie über die letzten Jahre alternative Antriebe wie Hybrid und Elektro ganz massiv forciert hat. Die Einführung eines Sachbezugs könnte E-Autos für die Nutzer:innen um bis zu mehrere hundert Euro im Monat verteuern und damit „die Bereitschaft zum Umstieg ersticken“, so Obmann-Stv. Burkhard Ernst.

Diese Ansicht des Fahrzeughandels teilen nicht nur viele andere Branchen, die teils umfassende Flotten an E-Autos aufgebaut haben, sondern auch weite Teilen der Bevölkerung, wie eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Marketagent zeigt. Darin sieht eine klare Mehrheit von 56,1 Prozent E-Autos als Teil der Lösung zur Erreichung der nationalen und globalen Klimaziele. 41,5 Prozent sind der festen Überzeugung, dass es Anreize und Förderungen braucht, um mehr Menschen zum Umstieg zu bewegen, und jede:r Dritte (32,2 Prozent) sieht die Regierung in der Pflicht, entsprechende Steuervorteile zu schaffen. Dass der Hebel groß ist, zeigt der Blick in die Zulassungsstatistik: Sechs von zehn neu zugelassenen Pkw verfügen mittlerweile über einen Hybrid- oder Elektroantrieb, und 66 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge wurden zuletzt auf Unternehmen angemeldet. Sie sind also die wahren Treiber dieser politisch und gesellschaftlich gewünschten Entwicklung. Vorerst noch.

Drei Viertel der Bevölkerung finden Beschneidung der Vorteile für E-Autos nicht richtig

„Es wäre einfach ökologisch und ökonomisch der völlig falsche Weg, nun einen Sachbezug einzuführen“ betont Obmann-Stv. Ernst und richtet einen eindringlichen Appell an die Politik: „Nun sind die Parlamentarier und Experten am Zug. Sie werden hoffentlich auch die Gefahr für die Erreichung der Klimaziele erkennen und die Regierung zum Umdenken bewegen.“ Zumal dies auch die Bevölkerung so sieht: Nur 25,9 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die „Beschneidung der Vorteile für E-Autos der richtige Weg ist“, drei Viertel der Befragten stimmen dem nicht zu.

Die Antriebsoffenheit, die jedem Nutzer und jeder Nutzerin die Wahlfreiheit lässt, ist ein Credo der Branche, und auch eine klare Mehrheit der Befragten befürwortet diese. Aber, so Obmann-Stv. Ernst: „Der Umstieg muss stattfinden, das hat die Politik klar ausgerufen. Dafür braucht es dann aber auch vertretbare Kosten und gewisse Anreize. Der Sachbezug wäre ein fast vernachlässigbarer Baustein in einem Budgetplan für zwei Jahre, er würde aber zur nachhaltigen Katastrophe für unsere Mobilitäts- und Klimapolitik.“ (PWK276/DFS)

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