- 22.11.2023, 12:38:58
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VP-Jungnickel/Greco: Gewalt an Frauen ist keine Privatsache!
Frauenbudget darf nicht in intransparenten Vereinen versiegen – Alle zwei Minuten ist in Wien eine Frau von Gewalt betroffen
Utl.: Frauenbudget darf nicht in intransparenten Vereinen versiegen
– Alle zwei Minuten ist in Wien eine Frau von Gewalt betroffen =
Wien (OTS) - „Die Stadt hat mit über 13 Millionen Euro zwar ein hohes
Frauenbudget für 2024 geplant. Diese Gelder müssen aber ankommen. Sie
dürfen keinesfalls in fragwürdige, intransparente Vereine versiegen“,
so Stadträtin Isabelle Jungnickel im heutigen Gemeinderat. Wie
wichtig dieses Budget für Wien ist, zeigen die Zahlen: „Die negative
Spitze der Gewalt an Frauen ist der Femizid. Ein Drittel aller
österreichweiten Femizide 2023 fanden in Wien statt – bei nur 21,2
Prozent der Bevölkerung“, so Jungnickel weiter und hob hervor, dass
Femizide im Migrantenmilieu zu finden sind und durch eine
Wertehaltung nach Wien importiert werden.
„Gewalt an Frauen ist keine Privatsache. Deswegen ist der Beitrag
jedes Einzelnen wichtig“, appellierte Jungnickel an die Zivilcourage.
„Wir fordern Maßnahmen wie die Evaluierung sämtlicher Vereine im
Bereich Gewaltschutz und Prävention, Präventionsarbeit an Schulen und
Kindergärten sowie die Verbreitung eines QR-Codes für einen stillen
Notruf an öffentlichen WC-Anlagen der Stadt Wien, was
beschämenderweise mit dem Hinweis auf eine zu komplizierte Reinigung
vom Stadtrat Czernohorszky abgelehnt wurde“, so Jungnickel
abschließend.
25 ermordete Frauen in Wien
Gemeinderätin Katarzyna Greco wies in ihrer Rede im Gemeinderat auf
die aktuelle Kampagne der Wiener Volkspartei hin: „Alle zwei Minuten
ist in Wien eine Frau oder ein Mädchen von Gewalt betroffen. Wir
müssen mit Kämpferherz gegen Gewalt an Frauen vorgehen und auch
Männer involvieren.“
Diese Gewalttaten mündeten heuer in 25 Morden. Aber auch die nicht
sichtbaren, psychischen Folgen für die Opfer von Gewalt seien
tiefgreifend. „Das Leid dahinter ist unermesslich. Wir müssen über
alle Fraktionen hinweg Sorge tragen, dass das nie wieder passiert.
Dazu müssen wir die Komplexität der Gewalttaten verstehen, um
richtige Schritte zu setzen“, so Greco weiter und forderte Maßnahmen
zur Aufklärung in Schulen und Gesundheitseinrichtungen. „Ich arbeite
seit zehn Jahren ehrenamtlich beim Österreichischen Integrationsfond
und begleite Frauen aus aller Welt. Man muss diesen Frauen sagen, was
normal ist und was ihnen zusteht. Denn eine Gewalttat an einer Frau
alle zwei Minuten ist eine Gewalttat zu viel!“
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