• 05.09.2023, 12:15:02
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  • OTS0103

Bundesminister Polaschek gratuliert Forschenden zu 19 ERC Starting Grants

Wien (OTS) - Erfreuliche Nachrichten für zehn österreichische
Forschungseinrichtungen: Die Europäische Kommission hat die Vergabe
des renommierten ERC Starting Grants 2023 bekannt gegeben und der
erst letztjährig aufgestellte Rekord konnte erneut gebrochen werden.
19 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihre
Forschungsprojekte an zehn unterschiedlichen österreichischen
Forschungseinrichtungen umsetzen werden, haben sich bei einem
strengen und hochkompetitiven Auswahlverfahren unter fast 2.700
Mitbewerberinnen und Mitbewerbern durchgesetzt und insgesamt fast €
29 Mio. für den Wissenschaftsstandort Österreich eingeworben.

Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Martin
Polaschek gratuliert den 19 exzellenten Forschenden zu dem
großartigen Erfolg. „Ich gratuliere allen beteiligten Forschenden und
deren Forschungsstätten zur Pionierarbeit in ihren Gebieten. Dieser
Erfolg verschafft dem Forschungsprofil Österreichs auf der Weltbühne
noch mehr Sichtbarkeit. Dass die Anzahl an eingeworbenen Starting
Grants dieses Jahr bereits ein zweites Mal in Folge übertroffen
wurde, hebt das große Potential an exzellenten Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern am Forschungsstandort Österreich hervor.
Besonders erfreulich ist zudem, dass mehr als die Hälfte der
österreichischen Grants von Frauen eingeworben wurden. Gerade in der
Spitzenforschung braucht es viele Frauen als Vorbild für zukünftige
Forscherinnen.“

Auch FWF-Präsident Christof Gattringer gratuliert den vom ERC
ausgezeichneten Forschenden und hebt das Zukunftspotenzial der
Grundlagenforschung hervor. „Das erneut erfreuliche ERC-Ergebnis
unterstreicht die hohe Qualität und das enorme Potenzial junger
Forschender an Österreichs Forschungsstätten. Herzliche Gratulation
an alle Ausgezeichneten“, so Christof Gattringer. Österreichs
vielversprechendes Potenzial für wissenschaftlichen Fortschritt auf
höchstem internationalem Niveau zeigt sich nicht zuletzt auch auf
nationaler Ebene bei den Förderungen des Wissenschaftsfonds FWF,
dessen Förderportfolio eng auf die europäischen ERC-Angebote
abgestimmt ist. Gleich mehrere Forschende aus der Runde der aktuellen
ERC-Grantees konnten in ihrer Karriere bereits auch beim FWF
aufzeigen und werden aktuell vom FWF gefördert, beispielsweise mit
FWF-START-Preisen oder als Key Researchers in den neuen
Exzellenzclustern.

"Das ist ein erneuter Beleg für exzellente Forschung am Standort
Österreich", so die beiden Geschäftsführer der Österreichischen
Forschungsförderungsgesellschaft FFG, Henrietta Egerth und Karin
Tausz. Die FFG biete dabei als Nationale Kontaktstelle ein
umfassendes Informations- und Beratungsangebot und sei damit "ein
starker Partner für eine erfolgreiche Antragstellung".

Acht Starting Grants wurden von Forschenden aus dem Bereich der Life
Sciences eingeworben. Weitere sieben Grants gehen dieses Jahr an
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich der Physik und
Ingenieurwissenschaften sowie vier Grants im Bereich der Sozial- und
Geisteswissenschaften. Entsprechend vielfältig sind die Themen der
geförderten Projekte, darunter finden sich Fragestellungen aus der
Quanteninformatik, Krebsforschung und Biomaterialforschung, ebenso
wie zur Biodiversität der Wälder, zur Bienenforschung sowie im
Bereich Migrationsforschung oder Religionspolitik in der Antike.

Die Universität Wien war mit insgesamt vier Grants besonders
erfolgreich. Je drei Grants gehen an die Technische Universität Wien
und an das Institut für Molekulare Pathologie, je zwei Grants an das
Institute of Science and Technology Austria (ISTA) und das
Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM) der Österreichische
Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Zudem haben die Technischen
Universität Graz, die Universität Graz, die Universität Innsbruck,
die Universität für Weiterbildung Krems sowie die Universität Linz
jeweils einen Grant eingeworben.

Bei den ERC Starting Grants handelt es sich um eine renommierte
Förderung von durchschnittlich € 1,5 Mio. pro Forschungsprojekt. Der
Grant unterstützt exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
in einer frühen Karrierephase auf dem Weg in die wissenschaftliche
Unabhängigkeit. Mit dem Geld können sie als Principal Investigators
(Projektleiterinnen und Projektleiter) unter anderem eigene
Arbeitsgruppen für das jeweilige ausgezeichnete Forschungsprojekt
aufbauen.

Für die diesjährige Ausschreibung wurde vom Europäischen
Forschungsrat ein Budget in Höhe von € 628 Mio. für 400 erfolgreiche
Antragstellerinnen und Antragsteller bereitgestellt, um
Spitzenforschung zu fördern, wobei keine thematischen Vorgaben
gemacht werden. Insgesamt werden aus den geförderten Starting Grant
Projekten europaweit etwa 2.600 Arbeitsplätze für Post-Docs sowie
Dissertantinnen und Dissertanten entstehen. Die meisten Projekte sind
heuer in Deutschland (87) angesiedelt, gefolgt von Frankreich (50),
den Niederlanden (44) und Großbritannien (32).

Bei Interesse an den verschiedenen Ausschreibungen des ERC bietet die
FFG als Nationale Kontaktstelle (National Contact Point, NCP) ein
breites Unterstützungsangebot, das neben Informationsveranstaltungen
und Trainings zur Antragstellung auch Feedback zu Projektanträgen und
Interview-Trainings umfasst. Horizon Europe:
https://www.ffg.at/europa/heu/erc

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