• 14.11.2022, 11:00:02
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Greenpeace zu Klimaschutz-Index: Österreich abgeschlagen im Mittelfeld

Österreich verbessert sich leicht, bleibt jedoch hinter Erwartungen - Umweltschutzorganisation sieht Ergebnis als klaren Arbeitsauftrag an die Regierung

Utl.: Österreich verbessert sich leicht, bleibt jedoch hinter
Erwartungen - Umweltschutzorganisation sieht Ergebnis als
klaren Arbeitsauftrag an die Regierung =

Wien/Sharm El-Sheikh (OTS) - Heute wurde im Rahmen der
UN-Klimakonferenz in Sharm El-Sheikh der Internationale
Klimaschutz-Index präsentiert. Dieses Klimaschutz-Ranking der
Organisation Germanwatch vergleicht die Klimabilanz der EU sowie von
59 Ländern, wie etwa Österreich. Für Greenpeace zeigt sich einmal
mehr: Die Alpenrepublik muss seine Klimaschutzambitionen deutlich
hochschrauben. Zwar konnte sich Österreich im Vergleich zum Vorjahr
verbessern, bleibt aber mit Platz 32 abgeschlagen im Mittelfeld
hinter Staaten wie Dänemark, Schweden, aber auch Deutschland zurück.
Um künftig besser abzuschneiden, fordert Greenpeace die Regierung
auf, etwa das längst überfällige Klimaschutz- sowie auch
Energieeffizienzgesetz umzusetzen.

"Während die Welt in die Klimakatastrophe schlittert, fehlen für
Österreich nach wie vor wichtige Klimaschutzmaßnahmen, um das Ruder
tatsächlich herumzureißen. Das schlägt sich auch im aktuellen
Klimaranking nieder. Wer statt Mittelfeld zu den Vorreitern gehören
will, muss auch liefern. Die österreichische Regierung hat es in der
Hand, die Verkehrs- und Energiewende voranzutreiben, damit auch die
kommenden Generationen einen lebenswerten Planeten vorfinden. Die
Position im Mittelfeld ist ein klarer Arbeitsauftrag an die
Regierung”, sagt Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei
Greenpeace. Besonders in zwei Bereichen hat Österreich ein schlechtes
Zeugnis erhalten: Jährlich werden in Österreich rund 77 Millionen
Tonnen klimaschädliche Treibhausgase ausgestoßen. Dieses hohe Niveau
hat sich seit rund 30 Jahren kaum verändert. Zudem schneidet das Land
auch in puncto Energieverbrauch schlecht ab. Erst seit dem
Ukraine-Krieg wurde das Thema Energiesparen auf die Regierungsagenda
gesetzt.

Punkten konnte Österreich beim Klimaschutzranking mit dem
vergleichsweise hohen Anteil an erneuerbaren Energien von rund 30
Prozent. Ein paar weitere Lichtblicke: “Der CO2-Preis wurde, auch
wenn auf einem niedrigen Niveau, gesetzlich verankert und mit dem
Klimaticket ein erster wichtiger Schritt in Richtung grüne
Verkehrswende gesetzt. Beides schlägt sich auch in der verbesserten
Platzierung nieder”, so Duregger. Damit Österreich zum
Klimaschutzvorreiter wird, ist die Aufgabenliste glasklar: “Die
Klimaneutralität bis 2040 gehört endlich gesetzlich verankert und den
fossilen Energien der Kampf angesagt. Dafür müssen Krisengewinne der
Öl- und Gaskonzerne besteuert, österreichische Fracking-Fantasien
gestoppt und klimaschädliche Steuerzuckerl für Öl- und Gasgeschäfte
abgeschafft werden”, fordert Duregger

Den gesamten Klimaschutz-Index finden Sie am 14. November ab 11.00
Uhr unter: http://www.ccpi.org/

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