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VIRUS zu Wien Energie: E-Wirtschafts- und Strommarktreform geboten

Vergangene und gegenwärtige „Abenteuer“ gebieten Maßnahmen gegen Überheblichkeit

Wien (OTS) - Angesichts der aktuellen Wien-Energie Turbulenzen meldet sich die Umweltorganisation VIRUS zu Wort. Sprecher Wolfgang Rehm „Aktuell hat Wien Energie unter Spekulationsverdacht Liquiditätsprobleme und fordert der Verband der E-Werke einen Schutzschirm, aber auch in der Vergangenheit gab es wiederholt fragwürdige Abenteuer. Es braucht eine Reform von Strommarkt, Neutralisierung der Strombörsen und eine krisenfestere risikominimierende Struktur der E-Wirtschaft.

VIRUS erinnert daran dass die Republik Österreich im Jahr 2008 mitten in der Wirtschaftskrise dem Verbund 500 Millionen Euro für eine Kapitalerhöhung zur Verfügung gestellt hat, offiziell um Wasserkraftwerke schneller bauen zu können das ist offensichtlich nicht der Fall gewesen, tatsächlich um Verluste einer Serie von Auslandsabenteuern in Italien Frankreich und der Türkei aufzufangen. „Das war nach den 1980er Jahren bereits die zweite Runde und hat der neue Verbund-Vorstandsvorsitzende bei Amtsantritt mit neuen Auslandsabenteuern die dritte Runde eingeleitet“, so Experte Rehm. Aktuell sei die erdgaslastige auf sinkende Preise getrimmte europäische Stromarchitektur überfordert und durch enge Bindung an wildgewordene Strombörsen „out of control“. Hier brauche es auf europäischer Ebene zeitnahe Interventionen müsse aber auch auf nationaler Ebene einiges passieren. „Die Kombination aus Überheblichkeit im Wissen um die eigene Systemrelevanz damit dass immer wieder hohe Risiken eingegangen werden habe sich wiederholt als ungünstig erwiesen. „Es braucht neben einer exakten Klärung der Umstände und der politischen Verantwortung zum Wien-Energie Desaster regulierende riskominimierende Eingriffe und eine Struktur aus Energiedienstleistungsunternehmen die sowohl eine echte Energiewende ermöglicht und ihren Teil zur Bekämpfung der Klimakrise leistet, als auch resilienter gegenüber Energiekrisen in einem Umfeld per se knapper fossiler Energiedrogen wird“, so Rehm abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Wolfgang Rehm, 0699/12419913, wolfgang.rehm@reflex.at

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