- 30.06.2022, 09:02:35
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UNESCO-Urkunden an niederösterreichische Donaulimes-Gemeinden verliehen
LH Mikl-Leitner: „Weltkulturerbe stellt große Verantwortung und Chance dar“
Utl.: LH Mikl-Leitner: „Weltkulturerbe stellt große Verantwortung
und Chance dar“ =
St. Pölten (OTS/NLK) - Acht niederösterreichische Gemeinden entlang
des Weltkulturerbe „Donaulimes“ erhielten gestern, Mittwoch, bei
einem Festakt im Museum Carnuntinum in Bad Deutsch Altenburg ihre
Urkunden, die sie nun offiziell als UNESCO-Weltkulturerbe ausweisen.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Klubobmann August Wöginger
sowie Vertreter von UNESCO überreichten die Urkunden.
Die drei Staaten Deutschland, Österreich und Slowakei reichten den
Welterbeantrag „Donaulimes“ nach jahrelanger gemeinsamer Vorarbeit
ein und wurden im Juli des Vorjahres von der UNESCO mit dieser hohen
Auszeichnung versehen. Beim gestrigen Festakt erhielten Vertreter aus
Wallsee-Sindelburg, Pöchlarn, Traismauer, Zwentendorf, Tulln,
Zeiselmauer-Wolfpassing, Petronell-Carnuntum und Bad Deutsch
Altenburg ihre Weltkulturerbe-Urkunden. Landeshauptfrau Johanna
Mikl-Leitner sagte in ihrer Festrede, dass Niederösterreich reich sei
an Weltkulturerbe: „Weltkulturerbe heißt einen unglaublichen Wert für
die Menschen zu haben und dass es wichtig ist, auf dieses kulturelle
Gut aufzupassen. Wir sind unglaublich stolz, dass wir fünf
Welterbestätten besitzen: Von der Wachau, über Baden, Semmering,
Wildnisgebiet Dürrenstein bis hin zur Limes-Region.“
„Das Weltkulturerbe stellt eine ganz große Verantwortung und Chance
dar“, unterstrich die Landeshauptfrau und merkte an, mit „diesem
Weltkulturerbe sensibel umzugehen und natürlich auch sehr viel Geld
in die Hand zu nehmen. Aber das machen wir gerne, weil in einem
Weltkulturerbe ein großer Mehrwert, eine große Chance drinnen steckt,
weil man dadurch auf die internationale Ebene gelangt.“ Das sei für
den Tourismus eine unglaublich große Chance, das zeige auch dieses
Museum und die Ausgrabungsstätten. Die Landeshauptfrau erinnerte,
dass im Jahr 2011 in der Region eine Landesausstellung stattgefunden
habe. Schon damals habe man nachhaltige Impulse für nationalen und
internationalen Tourismus gesetzt, Carnuntum sei heute nach wie vor
ein „Magnet für ganz viele Gäste und Schulen.“
Klubobmann August Wöginger, der in Vertretung des
oberösterreichischen Landeshauptmannes Thomas Stelzer beim Festakt
dabei war, meinte: „Es ist mir eine große Freude, heute das Land
Oberösterreich hier vertreten zu dürfen. Es ist ein bedeutender
Schritt, der im Vorjahr mit der Ernennung zum Welterbestatus gesetzt
wurde. Ich halte es für wichtig, dass dieses historische Erbe
hochgehalten wird und es damit für die kommenden Generationen bewahrt
wird.“ Weltkulturerbe-Koordinatorin Ruth Pröckl unterstrich, dass
nach so vielen Jahren der Bemühungen dieses Fest mehr als verdient
sei. Man sei mit dieser Auszeichnung nun Teil einer „illustren
Gemeinschaft.“ Bernd von Droste zu Hülshoff, Gründungsdirektor des
UNESCO-Welterbezentrums, brachte in seiner Keynote unter dem Titel
„Kulturgüterschutz im Wandel der Zeit“ einen Rückblick auf 50 Jahre
UNESCO Welterbe.
Eduard Pollhammer, wissenschaftlicher Leiter Römerstadt Carnuntum
stellte die aktuelle Ausstellung im Carnuntinum vor. Unter dem Motto
„Carnuntum – Weltstadt am Donaulimes“ werden unter anderem noch nie
gezeigte Exponate aus den Landessammlungen Niederösterreich
präsentiert, die die Stadtgeschichte, aber auch das gesellschaftliche
Leben porträtieren.
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