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Mahrer/Zierfuß zu Wiederkehr: Eine Planstelle bringt noch keinen Lehrer für Wiens Schulen

Lehrernotstand in Wien muss aktiv von Stadtrat Wiederkehr bekämpft werden – Effizienter Mitteleinsatz bei Planstellen gefordert

Wien (OTS) - „Eine neue Planstelle bringt noch keinen neuen Lehrer für Wiens Schulen. Bereits jetzt gibt es zahlreiche unbesetzte Planstellen in Wien, weil es an allen Ecken und Enden an Lehrerpersonen mangelt. Bildungsstadtrat Wiederkehr muss endlich aktiv Maßnahmen setzen, um den akuten Lehrermangel in unserer Stadt zu bekämpfen“, so Landesparteiobmann Karl Mahrer und Bildungssprecher Harald Zierfuß zur aktuellen Forderung von Stadtrat Wiederkehr nach 1.000 neuen Planstellen für Wien. „Lehrerinnen und Lehrer werden im ganzen Land gesucht. Viele Bundesländer setzen aktiv Maßnahmen, um für Lehrpersonen ein attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen. Wien ist hier jedoch nach wie vor untätig, weshalb wir im kommenden Landtag ein 10-Punkte-Forderungsprogramm einbringen, das gemeinsam mit Lehrkräften, Schulleitern und Eltern erarbeitet wurde“, so Mahrer.

„Wer gut ausgebildete und motivierte Lehrerinnen und Lehrer für Wiens Schülerinnen und Schüler haben möchte, muss auch ein entsprechendes Arbeitsumfeld und Rahmenbedingungen schaffen“, so der Landesparteiobmann. Denn gerade für Wiens Schülerinnen und Schüler braucht es jeden einzelnen Lehrer. Schließlich haben Wiens Kinder bereits jetzt ungleich größere Herausforderungen in den Klassen als andere Bundesländer: Größere Klassen mit rund drei Kindern mehr als im Österreichschnitt, einen hohen Anteil von Kindern mit nicht-deutscher Umgangssprache (knapp 60 Prozent) sowie zahlreiche Integrationsprobleme und Fälle von Gewalt an Schulen. „Das Aussetzen von Deutschförderklassen ist damit keine Option. Wir wollen keinen Schritt zurück beim Bemühen, die Deutschkenntnisse von Wiens Schülerinnen und Schülern zu verbessern“, so Bildungssprecher Harald Zierfuß.

Auch müsse sich Wien bemühen, die bereits vorhandenen Mittel effizienter und zielgerichteter einzusetzen. Nicht umsonst prüfe gerade der Stadtrechnungshof, ob alle vom Bund für Wien genehmigten und finanzierten Planstellen für Pflichtschullehrer auch tatsächlich fachgerecht in den Wiener Klassen eingesetzt werden. „Denn es ist absolut inakzeptabel, in Zeiten wie diesen ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer für administrative Aufgaben einzusetzen und gleichzeitig neue Planstellen zu fordern“, so Zierfuß. Grundsätzlich bekommen alle Bundesländer nach den gleichen objektiven Kriterien vom Bund denselben Anteil an Lehrerinnen und Lehrern pro Schüler finanziert, wobei für Deutschförderung, Mittelschulen und Tagesbetreuung an Wiens Schulen Extra-Planstellen vergeben werden. Und natürlich sei davon auszugehen, dass die Lehrerinnen und Lehrer für die nun zusätzlichen ukrainischen Schülerinnen und Schüler in Wien über Bundesmittel ausgeglichen werden.

„Klar ist jedenfalls: Gerade Wien muss sich besonders bemühen, Lehrerinnen und Lehrer in der Stadt zu halten, neue zu gewinnen und junge Menschen zu motivieren, den Lehrerberuf in Wien zu ergreifen. Das ist eine Aufgabe und Verantwortung, die man definitiv nicht abschieben kann“, so Mahrer und Zierfuß abschließend.

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