• 20.04.2022, 16:22:29
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  • OTS0165

ORF-DialogForum „Zwischen Angst und Aufbruch“

Am 27. April in ORF III

Utl.: Am 27. April in ORF III =

Wien (OTS) - Die sozialen Folgen der Pandemie haben ebenso wie der
Krieg in der Ukraine unsere Gesellschaften erschüttert. Welche
Herausforderungen erwarten uns? Bedrohen Polarisierung und
Kampfrhetorik die Demokratie oder führen die dramatischen
Krisenszenarien zu mehr Solidarität und gesellschaftlichem
Zusammenhalt? Und was können Medien, insbesondere der ORF, dazu
beitragen? Diese und andere Fragen standen am 20. April 2022 im
ORF-DialogForum mit dem Titel „Zwischen Angst und Aufbruch“ im
Mittelpunkt. Im ersten Panel um 13.00 Uhr diskutierten Daniel Landau,
Initiator #YesWeCare, Günther Ogris vom Sozialwissenschaftlichen
Institut SORA, Klimaaktivistin und Gründerin des Jugendrats Lena
Schilling und Beate Winkler, Initiatorin #Zusammen. Im zweiten Panel
um 14.00 Uhr debattierten der stv. Chefredakteur der „Kleinen
Zeitung“, Michael Jungwirth, Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue
und Ina Zwerger, Ö1 Radiokolleg & Reparatur der Zukunft.

Angesprochen auf die Ö3-Umfrage „Generation … Krise!?“ berichtete
Günther Ogris im Panel um 13.00 Uhr, dass Krieg, Klimakrise, Pandemie
und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich die dominanten Sorgen
der Jugendlichen wären, aber es gäbe „auf der anderen Seite auch
große Bereitschaft, die Zukunft in einer Gemeinschaft zu gestalten“.
Lena Schilling sieht die Gesellschaft seit 2008 mit Krisen
konfrontiert. Man müsse „den Menschen Mut und Zuversicht geben, um
selbstermächtigt zu sein und in ihrer Lebensrealität aktiv zu
werden“. Medien, besonders öffentlich-rechtliche, können hier Partner
sein und „junge Menschen mitgestalten zu lassen“. Wir bräuchten mehr
„Zukunftsbilder, in welcher Gesellschaft wir leben wollen“, meinte
Beate Winkler. Constructive News wären hier ein entscheidender
Ansatz. Daniel Landau hatte den Eindruck, dass „Medien gerne
optimismus-getrieben berichten“. Mit Aktionen wie der ORF-Initiative
„SAG’S MULTI!“ gelänge es, jungen Menschen mit Wertschätzung zu
begegnen und sie zu ermutigen, in der Welt Fuß zu fassen.

Im Panel um 14.00 Uhr stand die Rolle der Medien im Mittelpunkt: Für
Stefan Raue müssten diese „über das Programm hinaus ausstrahlen und
einen echten Dialog mit den Menschen führen“, was Deutschlandradio
etwa mit dem Projekt „Denkfabrik“ versuche, wo das Publikum über
konkrete Themen abstimmen und selbst mitdiskutieren könne. Michael
Jungwirth betonte: „Wir Medien müssen uns die Frage stellen, ob wir
immer richtig verortet sind. Wir müssen informieren, berichten,
einordnen und kommentieren, aber was ist, wenn die Position, die wir
beziehen, von einem Teil der Öffentlichkeit nicht mitgetragen wird?“.
Ina Zwerger wiederum ist es in der Programmgestaltung wichtig,
„Zukunftsängste nicht zu verstärken, sondern neue innovative Lösungen
und Projekte vorzustellen, von denen wir lernen können“. Mit diesem
Ansatz sei bei Ö1 eine multimediale Wissensdatenbank aus User
Generated Content für die Zivilgesellschaft entstanden. Sebastian
Kiss, Schüler aus Bruck an der Leitha und Teilnehmer am bilingualen
Redewettbewerb „SAG’S MULTI!“, wünschte sich verstärkt mediale
Qualitätsinhalte auf digitalen Plattformen, und Zainab Müller,
Schülerin aus Graz und ebenfalls „SAG’S MULTI!“-Teilnehmerin,
kritisierte, dass nicht allen Ländern medial gleich viel
Aufmerksamkeit geschenkt werde, und mahnte: „Krieg ist Krieg, Mensch
ist Mensch!“

Moderiert wurde das ORF-DialogForum von Klaus Unterberger, ORF Public
Value.

Das DialogForum wird am Mittwoch, dem 27. April, um 0.05 Uhr in ORF
III ausgestrahlt.

Das ORF-DialogForum ist eine Initiative des ORF, um das Gespräch mit
seinem Publikum, den österreichischen Institutionen, den
Organisationen und Gruppen der Gesellschaft zu beleben.

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