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Oö. Volksblatt: "Es wäre einfach, ..." (von Herbert SCHICHO)

Ausgabe vom 8. Februar 2022

Linz (OTS) - ... wenn es derzeit keine solchen Vorverurteilungen, keine derartige Nervosität und Hysterie in der Politik geben würde: In Ruhe ermitteln, wenn es sich erhärtet, Anklage erheben und den Prozess abwarten, ob wer und in welchem Umfang sich jemand schuldig gemacht hat. Dann müssen die Konsequenzen gezogen werden. Nur leider funktioniert das nicht – wir haben derzeit in der Politik eine klassische Lose-Lose-Situation. Da wird ein Verdacht in den Raum gestellt, ein Schuldiger rasch gefunden und der Scherbenhaufen bleibt.
Zugegeben: Postenbesetzungen im Staatsdienst sind nie einfach, doch wie momentan diskutiert und analysiert wird, lässt erwarten, dass es künftig noch schwieriger wird. Es wäre schon viel erreicht, wenn zwei Dinge außer Streit gestellt werden. Erstens sind natürlich auch Personen für den Job qualifiziert, die nicht zum Zug gekommen sind. Aber dass jetzt der Eindruck entsteht, dass der/die Ausgewählte nicht qualifiziert sei, ist ein Trugschluss. Zweitens ist Objektivität zwar ein hehres Ziel, aber es wird wohl nie ganz gelingen ... und es wird trotzdem immer wieder zu Konflikten kommen und Menschen werden sich zurückgesetzt fühlen. Das mag ärgerlich und in manchen Fällen nachvollziehbar sein, ein Anzeichen dafür, dass das ganze System korrupt ist, ist es allerdings nicht.

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