Stadt Wien unterstützt migrantische Organisationen und Vereine 2022 mit Förderschwerpunkt

Wien (OTS) - Die Stadt Wien fördert jährlich eine Vielzahl von Integrationsprojekten. Im Jahr 2022 liegt der Schwerpunkt auf der Unterstützung von Selbstorganisationen von Migrant*innen. Mit insgesamt 120.000 Euro sollen migrantische Vereine und Organisationen gestärkt werden, nachdem sie durch die Corona-Pandemie finanziell unter Druck geraten sind. Gefördert werden u.a. spezielle Angebote, die den Folgen der Pandemie entgegenwirken. Die Förderung kann ab sofort beantragt werden.

Vizebürgermeister und Integrationsstadtrat Christoph Wiederkehr: „Die Arbeit im Integrationsbereich darf insbesondere in Krisenzeiten nicht stillstehen. Denn Menschen mit Migrationshintergrund sind überdurchschnittlich stark von der Pandemie betroffen –bestehende Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung, am Arbeitsmarkt sowie im Bildungssystem dürfen sich nicht weiter verschärfen. Daher wollen wir mit dieser Förderung Vereine und Organisationen unterstützen, die Angebote und Informationen dorthin tragen, wo der Lebensalltag der Menschen stattfindet.“

„Diese Vereine sind ein wichtiger Teil der Wiener Zivilgesellschaft. Sie sind ‚Verteilzentren‘ für Informationen, Orte der informellen Unterstützung und des zwischenmenschlichen Austausches. Mit diesem Förderschwerpunkt sollen diese Orte des Austausches gestärkt werden, nachdem viele durch die Corona-Pandemie finanziell unter Druck geraten sind“, so die Leiterin der Stadt Wien Abteilung für Integration und Diversität Ursula Struppe.

27 Kleinprojekte im Bereich Integration im Vorjahr mit Förderungen unterstützt

Die Kleinprojekteförderung wurde auch 2021 gut angenommen und die Stadt Wien unterstützte dabei niederschwellig zahlreiche innovative Projekte die u.a. die berufliche Qualifizierung in Gesundheitsberufen beinhalteten. WNWmed-NOST ist eines dieser 27 Kleinprojekte und unterstützt Personen im Nostrifizierungsprozess ihres Medizinabschlusses mit Vernetzungstreffen, Informationsveranstaltungen und Lerngruppen. Denn Menschen, die ihre Ausbildung zur Ärztin oder zum Arzt im Ausland absolviert haben, müssen ihre Kenntnisse in Österreich erneut nachweisen, damit ihr Studium anerkannt und ihr Abschluss nostrifiziert wird.

Ying-Ting Chen, Facharzt für Augenheilkunde aus Taiwan, hat an einer dieser Lerngruppen teilgenommen: „Die Nostrifizierung in Österreich ist ein langer Weg mit großen Hürden. Die WNWmed-NOST-Lerngruppe hat mir geholfen und schenkte mir zusätzlich Freunde fürs Leben, mit denen ich den einsamen und langen Weg der Nostrifikation bestritten habe“, zeigt sich der Arzt dankbar für das Projekt.

Weitere geförderte Projekte widmeten sich beispielsweise der Weiterbildung von Elementarpädagog*innen in Bezug auf ihr Wissen über Traumafolgen. Außerdem wurden Lehrgänge für Berufseinsteiger*innen für Solartechniker*innen und Rettungssanitäter*innen angeboten.

Weitere Informationen zum Förderschwerpunkt 2022 „Selbstorganisationen von Migrant*innen“ unter: https://www.wien.gv.at/menschen/integration/foerderungen/foerderschwerpunkt-2022.html

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Mediensprecherin des Vizebürgermeisters Christoph Wiederkehr, MA
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