Österreichische Ordenskonferenz zu Corona-Demo vor Hort: „Kinder müssen geschützt werden!“

Die Österreichische Ordenskonferenz verurteilt das Verhalten der Demonstranten diesen Mittwoch vor der Brucknerschule der Franziskanerinnen von Vöcklabruck in Linz scharf.

Wien (OTS) - „Die Demonstranten haben zu den Kindern hinter den Fenstern hinaufgeschrien und teilweise auch fotografiert. Dieses unverständliche Verhalten führt bei Kindern zu großer Verunsicherung und löst Ängste aus. Das ist eine Grenzüberschreitung und darf nicht passieren! Kinder müssen in der Pandemie geschützt werden! Ihr Wohl muss an oberster Stelle stehen! Sie sind durch die Pandemie bereits zahlreichen Belastungen ausgesetzt. Die Diskrepanzen und unterschiedlichen Meinungen unter den Erwachsenen darf nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden“, so Sr. Sonja Dolesch, Vorstandsmitglied der Österreichischen Ordenskonferenz, Provinzoberin der Grazer Schulschwestern und Vorsitzende des Vereins für Franziskanische Bildung (VfFB).

Schutzzone um Bildungseinrichtungen

Die Österreichische Ordenskonferenz unterstützt die Forderung der Eltern und Pädagoginnen, um Bildungseinrichtungen eine Schutzzone einzurichten. Clemens Paulovics, Bereichsleiter Bildung und Ordensschulen der Österreichischen Ordenskonferenz betont: „Kinder und Jugendliche dürfen nicht instrumentalisiert werden, deshalb unterstützen wir die Forderung der Eltern und PädagogInnen, um Bildungseinrichtungen eine Schutzzone einzurichten. Bereits bei der Genehmigung sollte die Exekutive darauf achten, dass Demozüge nicht an Bildungseinrichtungen vorbeiführen. Kinder haben in dieser Pandemie schon so viel mittragen und miterleben müssen, es darf nicht sein, dass sie nun auch noch zusätzlich verängstigt werden.“ PädagogInnen und LeiterInnen ruft er dazu auf, sich im Anlassfall sofort an die Polizei zu wenden, die Demonstrationen begleitet.

Franziskanerinnen von Vöcklabruck: „Wir lassen niemanden mit seinen Ängsten allein“

Die Brucknerschule in Linz ist eine Bildungseinrichtung der Franziskanerinnen von Vöcklabruck in Linz. Sr. Angelika Garstenauer, Generaloberin der Franziskanerinnen von Vöcklabruck, betont: „Unser großes Anliegen als Bildungseinrichtung ist es, die Kinder zu schützen. In unseren Schulen erfüllen wir einen Bildungs- und Erziehungsauftrag und hier möchten wir natürlich den SchülerInnen und Eltern die Sicherheit geben, dass sie sich darauf verlassen können, dass dieser Auftrag auch gesichert ist. Nach dem Vorfall am Mittwoch ist es nun ganz wichtig, Kinder, Eltern und PädagogInnen zu begleiten und sie nicht alleine zu lassen. Wir sind bereits in enger Abstimmung mit dem Direktor der Schule und kümmern uns darum! Wir lassen niemanden mit seinen Ängsten und Verunsicherungen allein.“

Ordensgemeinschaften Österreich

Die Netzwerkmarke „Ordensgemeinschaften Österreich“ ist die gemeinsame Interessensvertretung der Orden in Österreich. Insgesamt sind 194 Ordensgemeinschaften Mitglieder der Ordenskonferenz, davon 107 Frauenorden und 87 Männerorden.

Die Ordensgemeinschaften betreiben in Österreich rund 250 Schulen mit mehr als 52.000 Schülerinnen und Schülern (Stand: 2020) und dazu Kindergärten und Kindertageseinrichtungen. Grundlage der Bildungsangebote der katholischen Ordensgemeinschaften in Österreich ist ein Menschenbild, das sich aus dem christlichen Glauben speist. Die Bildungseinrichtungen der Ordensgemeinschaften sehen Kinder, Jugendliche oder Erwachsene als Individuen, die menschlich schätzenswert sind, unabhängig von Begabung und Leistung.

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