Mahrer/Zierfuß: Stadtrat Wiederkehr muss Verantwortung für Lehrer-Personalnotstand in Wien übernehmen

Umfassende Problemanalyse sowie konkrete Lösungsschritte im Rahmen eines Runden Tisches mit der Stadt gefordert

Wien (OTS) - „Man kann den Personalnotstand im Wiener Bildungsbereich nicht an den Bund abschieben. Unsere Hand für ernsthafte Gespräche ist ausgestreckt – wir möchten konstruktiv mitarbeiten, die erste Reaktion von Stadtrat Wiederkehr ist für mich daher nicht nachvollziehbar. Unsere Lösungsansätze betreffen primär Mittel und Möglichkeiten der Stadt“, so Landesparteiobmann Stadtrat Karl Mahrer zu den Aussagen von Bildungsstadtrat Wiederkehr.

Tatsache sei, dass laufend und permanent Wiener Lehrerinnen und Lehrer ihren Beruf verlassen oder Richtung anderer Bundesländer abwandern. Alleine seit 10. Jänner haben 13 Lehrer in Wien gekündigt. Mittlerweile versucht die Stadt bereits, pensionierte Lehrerinnen und Lehrer wieder zurück in den Dienst zu holen. Der Notstand ist nicht vom Tisch zu wischen.

„Was es jetzt braucht, ist eine Kommunikation auf Augenhöhe sowie den Dialog mit den Betroffenen. Diese große Herausforderung im Bildungsbereich kann nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung und der Zusammenarbeit aller Beteiligten gelöst werden“, so der Stadtrat.

Auch für Bildungssprecher Harald Zierfuß ist klar: „Der Bund kann nur wenig dagegen tun, wenn Wien die Lehrer davonlaufen. Die Bundesregierung unterstützt beispielsweise die Schulen ganz aktuell mit einem 250 Mio. Euro-Paket, das mehr Förderstunden sowie Schulsozialarbeiter in die Klassen bringt.“

Die Stadt muss ihren Beitrag leisten und die riesigen Herausforderungen im Wiener Bildungssystem angehen. Die von der Volkspartei Wien gemachten Vorschläge liegen ganz klar im Aufgabenbereich der Stadtregierung. Auszugsweise die Verkleinerung der Klassen, die Aufstockung bei Schulsozialarbeitern oder Schulärzten sowie die Ermöglichung des Erwerbs des Parkpickerls für betroffene Lehrerinnen und Lehrer.

Die Lehrerinnen und Lehrer wollen nichts geschenkt. Sie wollen nur ihren Job machen können“, so Zierfuß, der dazu eine Sonderpädagogin und Mutter eines Kindergartenkindes zitiert, die in Niederösterreich wohnt und täglich nach Wien einpendelt. Ihr derzeitiger Arbeitsweg würde sich ohne Auto von 30 Minuten auf eineinhalb Stunden verdreifachen, wodurch keine Frühbetreuung sowohl des eigenen Kindes sowie der Kinder in der Schule mehr möglich wäre.

Zwtl.: Keine Extrawürste und Sonderwünsche von Lehrern

„Politik muss sich an den Lebensrealitäten der Bürgerinnen und Bürger orientieren. Dieser Erfahrungsbericht einer Sonderpädagogin steht stellvertretend für zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer, die vor ähnlichen massiven Problemen stehen. Ein runder Tisch, um hier konkrete Lösungen voranzutreiben, wäre daher ein Gebot der Stunde – wir warten auf eine entsprechende Stellungnahme von Stadtrat Wiederkehr. Eine Gesprächsverweigerung kann nie eine gute Lösung sein“, so Mahrer abschließend.

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