ORF-„matinee“: Porträts „Durch das Dunkel – Arnold Schönberg und Richard Gerstl“, „Die Philharmonix“

Außerdem: „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) - Die „matinee“ am Sonntag, dem 23. Jänner 2022, um 9.05 Uhr in ORF 2 beleuchtet in einer spannenden Dokumentation die tragisch verlaufene Freundschaft und Dreiecksbeziehung zwischen dem Musiker und Komponisten Arnold Schönberg, seiner Frau Mathilde und dem jungen Maler Richard Gerstl, der 1907 in Wien Selbstmord beging:
„Durch das Dunkel – Arnold Schönberg und Richard Gerstl“. Danach stehen die klassische Boyband „Die Philharmonix“ (10.00 Uhr) und ihre umtriebigen Auftritte im Mittelpunkt eines weiteren Filmporträts. Zum Abschluss des von Peter Schneeberger präsentierten ORF-Kulturvormittags liefert „Die Kulturwoche“ (10.45 Uhr) aktuelle Berichte und Kulturtipps.

„Durch das Dunkel – Arnold Schönberg und Richard Gerstl“ (9.05 Uhr)

In seiner Dokumentation „Durch das Dunkel“ beleuchtet Regisseur Hilan Warshaw die Beziehung zweier österreichischer Künstlergenies am Beginn des vorigen Jahrhunderts: Arnold Schönberg und Richard Gerstl. Es ist die Geschichte zweier Außenseiter – jeder ein Rebell und Visionär auf seinem Gebiet. 1907 freundete sich der aufstrebende Wiener Komponist Arnold Schönberg mit dem damals noch unbekannten jungen Maler Richard Gerstl an. Nachdem Gerstl aufgrund seiner Verachtung des vorherrschenden Secessions-Stils von Gustav Klimt der Akademie der bildenden Künste verwiesen worden war, teilte er sich ein Atelier mit dem künstlerisch mehrfach begabten Arnold Schönberg. Erst Gerstl erweckte Schönbergs Interesse an der Malerei und im intellektuellen Diskurs führte der jüngere Maler den älteren, komponierenden Musiker schließlich in die Welt der Kunst ein. Die beiden Freunde verband jedoch nicht nur ihre Leidenschaft für Malerei und Musik, sondern auch die Liebe zu derselben Frau, Mathilde Schönberg. Diese Dreiecksbeziehung führte schließlich zum Ende ihrer Freundschaft und zum tragischen Selbstmord Gerstls im Alter von 25 Jahren. Die schockierenden Ereignisse bekräftigten Arnold Schönberg letztlich darin, mit einer neuen Kompositionsweise die Musikwelt zu revolutionieren: indem er die spätromantische Kompositionstechnik an ihr Ende führte und zum Pionier der atonalen Musik wurde. Die Dokumentation erzählt erstmals in dieser Ausführlichkeit die Beziehung dieser beiden Künstler, beruft sich auf letztgültige wissenschaftliche Erkenntnisse und lässt mit Hilfe von Archivaufnahmen und ausgewählten Interviewpartnern aus Kunst und Musik die Welt um 1900 lebendig werden.

„Die Philharmonix“ (10.00 Uhr)

Der Kopf muss sich freuen, das Herz jubeln und das Bein zucken. So das Motto der Philharmonix, bestehend aus Mitgliedern der Wiener und Berliner Philharmoniker. Sie haben sich einen wichtigen Code in ihre Ensemble-DNA geschrieben: Die Musiker spielen alles, worauf sie schon immer Lust hatten. Und sie spielen es, wo sie wollen. Auf einer Brücke oder Rolltreppe, unter Arkaden oder in Unterführungen, am Flussufer, neben dem Riesenrad oder einfach mitten auf der Straße. Nicht alles ist klassische Musik, aber alles hat musikalische Klasse. Stets mischt sich dabei Virtuosität mit eiserner Disziplin sowie unbändiger Freude und Leidenschaft für Musik, die sie nicht nur mit Leib und Seele spielen, sondern die sie zum großen Teil auch selbst komponiert oder arrangiert haben.

Die Philharmonix sind allesamt Solisten der Spitzenklasse. In ihren Hausorchestern spielen sie auf den Solo-Positionen, Noah Bendix-Balgley ist zudem der Konzertmeister der Berliner Philharmoniker. Und so ist „The Vienna Berlin Music Club“, wie sie sich auch nennen, durchaus auch organisatorisch eine Herausforderung:
Musiker aus zwei verschiedenen Orchestern, die man zusammenbringen muss und die nebenbei auch noch viele solistische Tätigkeiten ausüben.

Der Film „Die Philharmonix“ von Magdalena Zieba-Schwind zeigt die Künstler auch abseits der Bühne in einem Tango-Club, einer Autowerkstatt und auf einem Fußballfeld.

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