„Unser Wunder: Kind“: ORF-III-Neuproduktion über Geschichte einer „Frühchen-Familie“ am 19. Jänner

TV-Premiere im Rahmen von „treffpunkt medizin“

Wien (OTS) - Bei Babys, die bereits vor dem 260. Schwangerschaftstag bzw. der 38. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommen, spricht man von „Frühchen“. Die Frühgeburt ist nicht nur für Säugling und Mutter mit enormem Stress verbunden, sondern begleitet die Familie oft das ganze Leben aufgrund von gesundheitlichen Folgen, aber auch in Form eines Stigmas. Noch schwerwiegender verhält sich die Lage bei extremen Frühgeburten. ORF-III-„treffpunkt medizin“ beleuchtet das Thema am Mittwoch, dem 19. Jänner 2022, um 22.30 Uhr mit der Neuproduktion „Unser Wunder: Kind“, in der die Geschichte einer steirischen „Super-Frühchen“-Familie aus der Perspektive der Eltern erzählt wird. Die Geschichte von Noah und seiner Familie steht stellvertretend für viele tausend Familien in Österreich, die mit einer Frühgeburt konfrontiert sind.

Für die Regie des Dokumentarfilms, der als Koproduktion von ORF III, Posch TV sowie piamedia entstand, zeichnet Regisseur Markus Mörth verantwortlich. Behutsam verwebt Mörth private Videoaufnahmen der ersten Stunden und Tage von Noah mit Erzählungen aus dem heutigen Leben der Familie sowie mit szenischen Inszenierungen dramatischer Augenblicke bis zur Geburt. Anschließend an die Neuproduktion widmet sich eine weitere „treffpunkt medizin“-Doku dem Thema „Wundersaft Muttermilch“ (23.20 Uhr).

Die „treffpunkt medizin“-Neuproduktion „Unser Wunder: Kind“ im Detail:

Das Schicksal von Noah hing lange am seidenen Faden. Die Fruchtblase seiner Mutter Pia war Anfang Oktober 2016, viereinhalb Monate vor der geplanten Geburt, geplatzt. Jeder weitere Tag im Bauch zählte. Doch nur einen Tag nach Erreichen der 23. Schwangerschaftswoche – jener Grenze, mit der erstmals die Überlebensfähigkeit des Kindes gegeben ist – starteten die Wehen. Die Eltern mussten eine Entscheidung treffen: Sollen alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um Noah zu retten? Oder soll ihr Sohn in Frieden sterben? Tatsächlich hatten sie zunächst nur eine Stunde, um sich festzulegen. Die weitere Entwicklung war nicht abzusehen. Der 52-minütige Film gibt sehr persönliche Einblicke in die Situation der Familie und lässt auch Ärzte zu Wort kommen, die gemeinsam mit den Eltern die dramatische und auch nicht konfliktfreie Zeit vor und nach der Geburt erlebt haben. In den Spielszenen werden die Eltern Pia und Wolfgang von der Wiener Schauspielerin Julia Jelinek und dem Grazer Schauspieler Matthias Ohner dargestellt. Der Film macht deutlich, welche hohen Standards die Neonatologie in Österreich hat, die Noah auch das Überleben gesichert haben. Doch ob Spätfolgen ganz auszuschließen sind, kann man heute noch nicht sagen.

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