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„Impfgegner – Wer profitiert von der Angst?“: „dokFilm“-Premiere am 16. Jänner in ORF 2

Internationale Dokumentation über Motive und Entwicklungen innerhalb der Impfskeptiker-Bewegung

Wien (OTS) - Angriffe auf Gesundheitspersonal, verletzte Polizisten, Vandalismus und Menschen, die sich mittels angeheftetem Davidstern mit vom Nazi-Regime verfolgten Jüdinnen und Juden vergleichen – die zum Teil gewalttätigen Demonstrationen von Impfgegnerinnen und -gegner zeigen: Die COVID-Pandemie ist nicht nur eine der größten Gesundheitskrisen in der jüngeren Geschichte, sondern auch ein Brandbeschleuniger gesellschaftlicher Verwerfungen und Polarisierung. Mit der für Februar geplanten Impfpflicht gewinnt die Situation in Österreich weiter an Dynamik. Nach dem erfolgreichen gestrigen Themenabend (mit einem weitesten Seherkreis von 918.000) zum Thema Verschwörungsmythen und Fake News u. a. rund um die Corona-Pandemie beleuchtet der „dokFilm“ am Sonntag, dem 16. Jänner 2022, um 23.05 Uhr ORF 2 mit der internationalen Dokumentation „Impfgegner – Wer profitiert von der Angst?“ die Motive und Entwicklungen innerhalb der weltweiten Impfskeptiker-Bewegung. Doch woher rühren Angst und Aggression der Impfgegnerschaft? Wer gibt die Rhetorik vor und wer sind die Krisengewinner? Wie ist es zu erklären, dass sich vereinzelt selbst medizinische Experten als Kassandrarufer/innen positionieren? Fragen über Fragen, auf die die französisch-britische Dokumentation Antworten findet.

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Die Angst und Warnung vor Impfschäden gelten als schlagkräftigste Waffe der Impfgegner/innen. Einer, der diese Ängste bewusst schürt und von seiner Anhängerschaft als Galionsfigur der Bewegung gefeiert wird, ist der mittlerweile mit Berufsverbot belegte britische Arzt Andrew Wakefield. In einer wissenschaftlich nicht haltbaren Studie stellte er einen Zusammenhang des Kombinationsimpfstoffes gegen Mumps/Masern/Röteln und Autismus her. In der Folge fielen insbesondere in Großbritannien die Impfquoten deutlich ab. Mittlerweile in die USA ausgewandert, gründete er eine Organisation, die Millionen an Spendengeldern lukriert. Hollywood-Stars fungieren als seine Gewährsleute. Die Doku zeigt auf, wie mit alternativen Behandlungsmethoden und in Spezialkliniken Profit geschlagen wird.

Seit der Schweinegrippe haben politische Verschwörungstheorien um das Thema Impfung deutlich an Fahrt aufgenommen: von der Überwachung per initiiertem Mikrochip bis zum „großen Neustart“, dem „Great Reset“. Das Filmteam versucht, den Motiven von Impfgegnerinnen und -gegner auf die Spur zu kommen: Was treibt einen französischen Landwirt dazu, den Impfpass seines Sohnes zu fälschen? Was erklärt, dass eine deutsche Homöopathie-Ärztin massenhaft gefälschte Atteste und Impfzertifikate ausstellt? Der junge US-Amerikaner Ethan indes will sich impfen lassen, obwohl seine Mutter radikale Impfgegnerin ist – ein Riss geht durch die Gesellschaft, selbst durch Familien.

Ein Befund lässt sich mit Gewissheit stellen: Die Impfskepsis eines Teils der Bevölkerung offenbart ein tiefgreifendes Misstrauen in staatliche Institutionen.

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