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Grüne Wien fordern Klimacheck für Stadtstraße und Solidarität mit Klima-Aktivist:innen

Wien (OTS) - Um die Klimaziele zu erreichen, sind alte Megaprojekte, welche einen immensen CO2 Ausstoß verursachen, völlig kontraproduktiv und führen direkt in Richtung Klimakatastrophe. Mehr Straßen bringen mehr Verkehr und keine Entlastung. „Die Zeit drängt. Wir wollen ein neues Wien schaffen, das auf die Herausforderung der Klimakrise bestmöglich vorbereitet ist: Eine Zukunft, in der die Wienerinnen und Wiener nicht mehr von fossil angetriebenen Verkehrsmitteln abhängig sind“, so Stadtrat Peter Kraus zum von den Grünen initiierten Sondergemeinderat.

Die Grünen Wien fordern, dass nach der Absage des Lobautunnels auch die Stadtautobahn - “Stadtstraße” nach dem Vorbild der ASFINAG-Evaluierung einem Klimacheck unterzogen wird. Gleichzeitig muss die Stadt Wien gemeinsam mit den Anstrengungen der Klimaschutzministerin die Verkehrswende und den Öffi-Ausbau investieren, statt Milliarden Euro in Straßen- und Autobahnprojekte zu begraben. „Die Folgen einer verfehlten Verkehrs- und Klimapolitik trifft vor allem die junge Generation, während die entscheidenden Politiker:innen bei Fertigstellung der überdimensionierten Straßengroßprojekte großteils nicht mehr in ihrer Funktion tätig wären und somit auch nicht mehr die politische Verantwortung für ihre weitreichenden Entscheidungen tragen werden“, so Kraus.

Das selbstgesetzte Klimaziel der Wiener Stadtregierung für 2040 ist Klimaneutralität. Genau dafür setzen sich die Klima-Aktivist:innen ein. „Statt die Aktivist:innen als Verbündete zu sehen, werden sie von der Stadtregierung bekämpft. Wien braucht eine Stadtregierung, die auf der richtigen Seite der Geschichte steht, die Klimaziele mit Leben erfüllt und jetzt handelt“, so der Mobilitätssprecher der Grünen Wien, Kilian Stark.

Die Grünen Wien fordern auch die Wiener Stadtregierung auf, den Brandanschlag auf 8 junge Klimaaktivist:innen in Hirschstetten zu Silvester zu verurteilen und sich solidarisch mit den Klima-Aktivist:innen zu zeigen. Dazu sollen die jungen Menschen auch von der Stadtregierung zu Gesprächen auf Augenhöhe ins Wiener Rathaus eingeladen werden.

„Angriffe wie der feige Brandanschlag auf das Protestcamp haben keinen Platz in Wien. Friedlicher Protest ist - bei allen inhaltlichen Meinungsverschiedenheiten - ein Grundpfeiler unseres demokratischen Zusammenlebens“, so die Mobilitätssprecherin der Grünen Wien, Heidi Sequenz. Die Wiener Stadtregierung hat es sich bekanntlich zum Ziel gesetzt, Wien nicht nur zur Klimamusterstadt, sondern auch zur kinder- und jugendfreundlichsten Stadt zu machen. „Beide Ziele können aber nur erreicht werden, wenn Klimapolitik auch mit jenen gemacht wird, die mit den Folgen der Klimakrise leben müssen“, schließen Kraus, Sequenz und Stark.

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