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Kinderfreunde zu Ministerratsbeschluss: Endlich entdeckt die Regierung Kinder und Jugendliche

Pädagogisches Sofortpaket zur Unterstützung der Schüler*innen ist höchst an der Zeit

Wien (OTS) - Die Österreichischen Kinderfreunde zeigen sich überrascht, dass die Bundesregierung sich nach zwei Jahren Pandemie nun doch an die so lange vergessene Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen erinnert. „Wir begrüßen prinzipiell das Vorhaben, sich um die äußerst kritische Situation der jungen Menschen in unserem Land anzunehmen,“ sagt Jürgen Czernohorszky, Bundesvorsitzender der Kinderfreunde.

„Seit Monaten weisen wir gemeinsam mit namhaften Expert*innen aus verschiedenen Bereichen darauf hin, dass die Pandemie bei vielen Kindern und Jugendlichen verheerende Spuren hinterlässt.“ Er verweist dabei auf die Informationen, die beispielsweise von der Hotline Rat auf Draht oder den Kinder- und Jugendpsychiatrien vorliegen. Es gehe jetzt darum, neben der körperlichen Gesundheit auch die psychische Gesundheit in den Blick zu nehmen, den Druck von dieser Altersgruppe zu nehmen und Perspektiven zu eröffnen. Aus Sicht der Kinderfreunde gehöre beispielsweise die Matura abgeschafft, anstatt auch die mündliche Matura mit Ach und Krach durchzudrücken.

Auch der Blick in Richtung Sommer kann für die jungen Menschen eine positive Perspektive sein, wenn sie dort auch verlässlich die Möglichkeit haben werden, an verschiedensten Aktivitäten von Vereinen und Einrichtungen niedrigschwellig teil zu nehmen. „Dass nun ein Maßnahmenpaket für Schüler*innen und Lehrlinge geschnürt wurde, ist höchst an der Zeit und der absolut richtige Weg“, betont Czernohorszky, merkt aber an „dass leider die Unter-Sechsjährigen vergessen wurden, und das ist ein Problem.“ Wie so oft fühlt sich die Regierung nicht für Kleinkinder zuständig. In so einer Krisensituation aber nicht gemeinsam mit den Ländern auch für diese Altersgruppe Maßnahmen zu entwickeln, sei nicht akzeptabel.

Die Österreichischen Kinderfreunde fordern daher von der Bundesregierung:
1. Endlich gemeinsam mit den Bundesländern auch ein Maßnahmenpaket für Kleinkinder und den Kindergarten zu schnüren.
2. Neben der Förderung der Sportaktivitäten auch die vielfältigen Angebote der verbandlichen und offenen Kinder- und Jugendarbeit ausrollen und unterstützen.

„Wir hoffen, dass die geplanten Maßnahmen rasch und zielsicher bei den Kindern und Jugendlichen ankommen und es nicht bei Ankündigungen bleibt,“ so Czernohorszky abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Kinderfreunde
Karin Blum
Pressereferentin
01/5121298-60, 0650/6626620
karin.blum@kinderfreunde.at
www.kinderfreunde.at

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