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Silvester-Rückblick von Tierschutz Austria Präsidentin Madeleine Petrovic

"Wir danken der Polizei, die am Kellerberg stationiert war und Randale wie teilweise in vergangenen Jahren von vornherein vereitelt hat."

Wien/Vösendorf (OTS) - "Das Team des Tierschutzhauses in Vösendorf war zu Silvester natürlich wie immer bei den eigenen Schützlingen und hat sich um sie gekümmert und von der Knallerei abgelenkt. Das heurige Silvesterfest haben wir mit gemischten Meldungen und Wahrnehmungen erlebt.", erzählt die Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins Dr. MMag. Madeleine Petrovic.

"Rund um das Tierschutzhaus war es – von einigen Krachern nahe Mitternacht abgesehen – relativ ruhig. Wir danken der Polizei, die am Kellerberg stationiert war und Randale wie teilweise in vergangenen Jahren von vornherein vereitelt hat. Unser Tiere wissen zwar nicht, wem sie diesen Schutz zu verdanken hatten, aber wir wissen es zu schätzen!", zeigt sich Petrovic dankbar.

"Hinsichtlich anderer Zonen in Wien und in der Umgebung der Stadt war hingegen ein regelrechtes Inferno zu beklagen. Auf dem Areal der ehemaligen Siemensäcker, das in den letzten Jahren schon brutal und ohne Beachtung der dort lebenden Tiere verbaut und versiegelt worden ist, haben die Rechtsbrecher nicht einmal vor der gekennzeichneten und beschilderten Zone, dem letzten Resterl des früher so artenreichen Lebensraums halt gemacht. Die Zauneidechsenwiese wurde regelrecht abgefackelt. Zauneidechsen sind streng geschützte Tiere, die Verletzung ihres Lebensraumes ist ein gerichtlicher Straftatbestand – aber das scheint die Krawallbrüder nicht zu stören.", ärgert sich Petrovic.

"Wir müssen endlich erreichen, dass die (teils) rechtswidrige Knallerei zu Silvester aufhört. Es ist auch nicht zumutbar und nicht machbar, dass flächendeckende Polizeieinsätze nötig sind, um eine rabiate Minderheit in Schranken zu weisen. In diesem Punkt wissen wir uns auch einer Meinung mit dem Pyrotechnik-Verband: es wäre schon viel gewonnen, wenn zumindest die verbotenen Knallkörper wirklich nicht mehr verwendet würden. Das kann aber nur funktionieren, wenn schon der Verkauf dieser starken, lauten und gefährlichen Knallkörper verboten wäre. Im Koalitionsabkommen wird eine Änderung des Gesetzes in Aussicht gestellt.", informiert Petrovic.

"Wir fragen: Wann endlich? Niemand kauft Böller, um sie daheim zu lagern. Wenn also nur die Verwendung dieser Artikel verboten ist, dann steht die Polizei vor einer schier unlösbaren Aufgabe und Menschen und Tiere haben das Nachsehen. Ich frage daher den zuständigen Bundesminister: Wann dürfen wir damit rechnen, dass wir friedliche, fröhliche und angstfreie Silvester-Feste feiern können und wann wird die Exekutive, die derzeit ohnehin stark gefordert ist, mit der längst überfälligen Entlastung rechnen?", adressiert Petrovic ihre Kritik an die zuständigen Stellen.

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