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GW Wien: Keine Zeit zum Lamentieren

Die Grüne Wirtschaft Wien lädt Stadt Wien und Wirtschaftskammer Wien ein, konstruktiv an Ideen für eine Stadtstraße zu arbeiten

  • Braucht es wirklich vier Spuren für diese wichtige Anbindung, wenn das begleitende Verkehrskonzept passt? Überlegen wir jetzt, statt über alte Konzepte zu jammern. Die Leute wollen Lösungen und nicht endlose Diskussionen.
    Hans Arsenovic, Regionalsprecher Grüne Wirtschaft Wien
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  • There's no economy on a dead planet, deshalb setzt sich die Grüne Wirtschaft dafür ein, dass die vereinbarten Klimaziele erreicht werden. Denn in den Berechnungen vieler Lamentierer fehlen fast immer jene Milliardenschäden, die eine Klimaerwärmung mit sich bringt.
    Sonja Franzke, Regionalsprecherin Grüne Wirtschaft Wien
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Wien (OTS) - Die Stadt Wien hat sich dazu verpflichtet, 2040 klimaneutral zu sein. Damit dieser Plan auch Realität werden kann, muss das Verkehrskonzept dazu passen. Die Reaktionen auf die Entscheidungen von Klimaschutz- und Verkehrsministerin Leonore Gewessler zum Aus des Lobautunnels und der Alternativsuche der Stadtstraße seitens der Stadt Wien und der Wirtschaftskammer Wien haben wenig visionäres Potenzial.

Statt viel Energie und Zeit für das Lamento über den volkswirtschaftlichen Schaden zu verschwenden, sollte die Wirtschaft nun zukunftsfähige Lösungen für eine Stadtstraße in der Donaustadt finden. »Braucht es wirklich vier Spuren für diese wichtige Anbindung, wenn das begleitende Verkehrskonzept passt? Überlegen wir jetzt, statt über alte Konzepte zu jammern. Die Leute wollen Lösungen und nicht endlose Diskussionen.,« appelliert Hans Arsenovic, Regionalsprecher der Grünen Wirtschaft Wien, an die Verantwortlichen.

»Wir wissen, dass es für eine Versorgung der Seestadt eine Straße braucht. Diese muss aber keine vierspurige Autobahn sein. Eine zweispurige Straße reicht aus, um die Seestadt als Wirtschaftsstandort zu fördern und den Bewohner:innen, die auf das Auto angewiesen sind, eine gute Verbindung zu ermöglichen. Sie würde die bestehenden Ortskerne in der Donaustadt entlasten und Betrieben eine Absiedelung ins Umland ersparen. Trotzdem würde sie klarstellen, dass wir nicht weiterhin einfach Land versiegeln können, wie wir das noch vor 50 Jahren gemacht haben. Denn Standortpolitik darf nicht zu Klientelpolitik werden«, ist Arsenovic überzeugt.

Politik hat die Aufgabe zu lenken und das nicht nur für eine Generation, sondern weit darüber hinaus. Verkehrsplanung ist ein wichtiger Teil davon, weil es einen großen Impact auf die Zukunft hat. Wird die Straße breiter, fahren mehr Autos. Stellt man mehr Radwege zur Verfügung, fahren mehr Leute Rad. Werden die Öffis billiger, werden sie mehr verwendet. So einfach, so gut.

Lobau-Tunnel und Lobau-Autobahn hätten zu einer weiteren Erhöhung des Verkehrsaufkommens und somit der CO2-Bilanz geführt, weil sie mehr Verkehr verursacht, und nicht bestehende Straßen entlastet hätten. Ein rechtliches Beharren auf der Umsetzung dieses Projekts ist daher nicht im Sinne aller Unternehmer:innen, deren Interessensvertreterin die Wirtschaftskammer Wien ist.

Mit der Zerstörung des Nationalparks Lobau wird wichtiger Naturraum unwiederbringlich zerstört. Nachhaltig denkenden Unternehmer:innen ist es ein ganz wesentliches Anliegen, dass unsere Stadt auch in 50 Jahren und darüber hinaus lebenswert bleibt. Nur so wird sie auch ein florierender Wirtschaftsstandort sein. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Tourismus- und Wirtschaftsstandort auch dann noch ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für Urlauber:innen aus aller Welt ist.

»There's no economy on a dead planet, deshalb setzt sich die Grüne Wirtschaft dafür ein, dass die vereinbarten Klimaziele erreicht werden. Denn in den Berechnungen vieler Lamentierer fehlen fast immer jene Milliardenschäden, die eine Klimaerwärmung mit sich bringt.« gibt Regionalsprecherin Sonja Franzke zu bedenken.

Rückfragen & Kontakt:

Grüne Wirtschaft
Beate Hemmelmayr
Leitung Regionalbüro Wien

+43 660 122 31 48
beate.hemmelmayr@gruenewirtschaft.at
https://gruenewirtschaft.at

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