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SPÖ-Lindner: Peinlicher KPÖ-Auftritt im Brucker Gemeinderat zeigt Unverständnis für Vielfalt unserer Gesellschaft

KPÖ-Gemeinderat verwendete Rede eines AfD-Abgeordneten um gegen Genderstern zu „argumentieren“

Wien (OTS/SK) - Irritiert zeigt sich der obersteirische SPÖ-Nationalrat Mario Lindner über den peinlichen Auftritt des KPÖ-Mandatars Thomas Pierer in der gestrigen Gemeinderatssitzung in Bruck an der Mur. Mit einer minutenlangen „Begrüßung“, in der er praktisch jede – und teilweise auch nicht-existente – Bezeichnungen für sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten aufzählte (s. Link), begründete er die Ablehnung der KPÖ für die neue Geschäftsordnung der Stadt Bruck an der Mur. Festgeschrieben wird darin, dass die Stadt Bruck künftig den Genderstern in der öffentlichen Kommunikation verwendet. Besonders auffällig: Die Wortmeldung des KPÖ-Mandatars ist wortident mit jener des AfD-Abgeordneten Steffen König aus dem Brandenburgischen Landtag 2016. ****

„Dieser skurrile KPÖ-Auftritt spricht leider Bände über das Weltbild, das anscheinend von der KPÖ in Bruck vertreten wird. Sich auf eine Stufe mit der AfD zu stellen ist genau das Gegenteil einer Politik, die sich an Vielfalt und Respekt orientiert“, so Lindner, der auch Vorsitzender der sozialdemokratischen Gleichstellungsorganisation SoHo ist. „Wenn die größten Unternehmen unseres Landes inzwischen ein Sternchen als Ausdruck für die Vielfalt der Menschen in unserem Land genauso verwenden, wie viele Städte und Gemeinden, dann sollte es eigentlich auch die KPÖ nicht mehr schockieren. Dass die Stadt Bruck künftig auf diese Weise auftreten will, ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag dazu, dass alle Menschen in unserer Region angesprochen werden, dann können wir darauf stolz sein … und weiterarbeiten!“ Die KPÖ müsse sich überlegen, ob sie sich eher an Menschenrechten oder an der menschenverachtenden, hetzerischen AfD orientiert.

Insgesamt steht für Lindner fest: „Sprache schafft bewusst sein. Es hat einen guten Grund, dass wir uns schon lange davon verabschiedet haben, dass Frauen einfach ‚mitgemeint‘ sind. Seit 2018 gibt es in Österreich den dritten Geschlechtseintrag – langsam spiegelt sich das auch in unserer Sprache wider und das ist gut so. Egal ob Binnen-I oder Genderstern, inklusive Sprache nimmt niemandem etwas weg, aber sorgt dafür, dass wirklich alle Menschen sichtbar gemacht und respektiert werden.“ Statt peinlichen Auftritten wie diesem wünscht sich Lindner mehr ernsthafte Diskussion darüber, wie Respekt und Akzeptanz auch in anderen Gesellschaftsbereichen zur Selbstverständlichkeit werden können – gerade in der Arbeitswelt, in der Gesundheit und beim Diskriminierungsschutz gäbe es noch viel zu tun. Genau deshalb dankt Lindner auch dem Brucker SPÖ-Bürgermeister Peter Koch, der im Anschluss an die skurrile KPÖ-Wortmeldung klargestellt hat, dass solche Aussagen schlicht und ergreifend alle Gruppen der Gesellschaft „der Lächerlichkeit preisgibt“.

Video der Brucker Gemeinderatssitzung (ab ca. Min 1:17):

https://www.youtube.com/watch?v=PUThzMtMlG0

Rede des AfD-Abgeordneten Steffen Königer:

https://www.youtube.com/watch?v=QTsbRIWbJfo

(Schluss) sp/ls

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