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Disoski zum Int. Tag gegen Gewalt an Sexarbeiter:innen: Politische Mitsprache und Rechtssicherheit schützen vor Ausbeutung und Gewalt

Grüne thematisieren prekäre Arbeits- und Lebenssituation von Sexarbeiter:innen

Wien (OTS) - Schätzungen zufolge sind österreichweit derzeit circa 6.500 Sexarbeiter:innen registriert. Demnach haben circa 95 Prozent der Sexarbeiter:innen Migrationsgeschichte, die große Mehrheit davon sind Frauen. Sie sind täglich mit Abwertung, Ausgrenzung und Gewalt konfrontiert und kämpfen gegen fehlende arbeitsrechtliche Absicherung, sowie gegen Ausbeutung und gesellschaftliche Stigmatisierung.

Diese ohnehin schon prekäre Situation hat sich in Folge der anhaltenden Corona-Pandemie weiter verschärft: „Die Pandemie hat Sexarbeiter:innen vor riesige Herausforderungen gestellt. Als körpernahe Dienstleister:innen konnten sie aufgrund geltender Corona-Bestimmungen nicht arbeiten, totale Einkommensverluste waren die Folge. Der Zugang zu Hilfen aus dem Corona-Härtefallfonds wurde ihnen anfänglich auf schikanöse Art und Weise hartnäckig verweigert. Genauso hartnäckig haben wir Grüne ihren Zugang zum Härtefonds dann aber erkämpft“, erinnert Disoski.

Doch die Folgen der Corona-Krise sind weiterhin spürbar. Erschwerte Zugriffsmöglichkeiten auf mehrsprachige Informationen, Einkommensverluste, Rechtsunsicherheit und der mangelnde Zugang zu Ausgleichszahlungen tragen nach wie vor zur Prekarisierung der Situation von Sexarbeiter*innen bei. „Je prekärer die Lebensrealität der Sexarbeiter:in ist, desto größer ist auch die Gefahr von Gewalt. Deshalb müssen wir die die Rechte von Sexarbeiter:innen stärker schützen. Denn ausbeuterische wie gewaltvolle Strukturen und Situationen lassen sich nur durch eine menschen- und arbeitsrechtliche Anerkennung von Sexarbeiter:innen verhindern“, sagt Disoski.

„Wenn wir die Rechte von Sexarbeiter:innen, ihre Selbstbestimmtheit und Sicherheit schützen wollen, müssen wir gemeinsam gegen die Stigmatisierung und Kriminalisierung von Sexarbeiter:innen auftreten. Das gilt für uns Grüne am Internationalen Tag gegen Gewalt an Sexarbeiter:innen wie an jedem anderen Tag", meint Disoski.

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