Zum Inhalt springen

Kinderkostenstudie zeigt Handlungsbedarf bei Politik und nicht bei Familien

Netzwerk Kinderrechte: "Wie viel kostet ein Kind?" darf kein Vorwurf an Kinder werden!

  • Diese Studie zeigt wie eh und je ausschließlich politischen Handlungsbedarf auf. Es braucht dringend Verbesserungen für Kinder in den Bereichen Bildung, Wohnen, Ernährung, Bewegung und Therapien
    Elisabeth Schaffelhofer-Garcia Marquez, Netzwerk Kinderrechte Österreich
    1/3
  • Dass Kinder Geld kosten, darf niemals den Kindern selbst zum Vorwurf gemacht werden! Das ist unser kleiner Appell an Familien. Den großen Appell richten wir weiterhin an die Politik
    Elisabeth Schaffelhofer-Garcia Marquez, Netzwerk Kinderrechte Österreich
    2/3
  • Es müssen aber anhand der Kinderkostenstudie nun alle Ressorts Willen zur Veränderung zeigen, vor allem auch das Ministerium für Familie und das neu geschaffene Jugend-Staatssekretariat, genauso wie Bildung, Justiz, Inneres
    Elisabeth Schaffelhofer-Garcia Marquez, Netzwerk Kinderrechte Österreich
    3/3

Wien (OTS) - Das Netzwerk Kinderrechte Österreich ist höchst erfreut, dass die aktuelle Kinderkostenstudie erstellt wurde. Für alle Familien, die anhand der vorliegenden Zahlen nun selbst zu rechnen beginnen, ob es sich denn zuhause mit diesen durch eine Studie erfassten Ausgaben ausgehen kann, bietet es eine Einordnung: "Diese Studie zeigt wie eh und je ausschließlich politischen Handlungsbedarf auf. Es braucht dringend Verbesserungen für Kinder in den Bereichen Bildung, Wohnen, Ernährung, Bewegung und Therapien. Dafür lobbyieren wir in der jeweiligen Regierung in Österreich aus kinderrechtlicher Perspektive seit mehr als zwei Jahrzehnten. Dass Kinder Geld kosten, darf niemals den Kindern selbst zum Vorwurf gemacht werden! Das ist unser kleiner Appell an Familien. Den großen Appell richten wir weiterhin an die Politik, genauso wie zum Beispiel unsere Mitgliedsorganisationen Bundesjugendvertretung, Caritas, Volkshilfe, Diakonie, SOS-Kinderdorf, Kinderfreunde und weitere." verweist Elisabeth Schaffelhofer-Garcia Marquez auf das Monitoring des Netzwerks Kinderrechte Österreich, dem Zusammenschluss von 47 Organisationen zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Österreich.

Das Netzwerk Kinderrechte hat zuletzt im Jahr 2019 im Rahmen der Kinderrechte-Prüfung Österreichs vor den Vereinten Nationen eine umfassende Bestandsaufnahme mit dem Ziel der Reduktion von Armut und Sozialer Ausgrenzung bei Kindern und Jugendlichen erstellt. Die Forderung nach einer Kinderkostenstudie wurde vom Sozialministerium nun erfüllt. Auch die Erarbeitung eines Nationalen Aktionsplans bis März 2022 als Umsetzung der "Europäischen Garantie für Kinder" liegt derzeit federführend bei Soziales und Gesundheit. "Es müssen aber anhand der Kinderkostenstudie nun alle Ressorts Willen zur Veränderung zeigen, vor allem auch das Ministerium für Familie und das neu geschaffene Jugend-Staatssekretariat, genauso wie Bildung, Justiz, Inneres." so Schaffelhofer-Garcia Marquez abschließend. Kinderrechtliche Forderungen, für die die Kinderkostenstudie nun Basis sein muss, lauten weiterhin:

  1. Österreichweit einheitliche bedarfsgerechte Kinderrichtsätze ohne Staffelung nach Alter oder Anzahl der Kinder
  2. Schließen der Lücken bei staatlichem Unterhaltsvorschuss
  3. Evaluierung des Familienbonus Plus, eingeführt 2019, auf Treffsicherheit der beabsichtigen Ziele und Erhebung der Auswirkungen auf armutsgefährdete Personengruppen, insbesondere Kinder und Jugendliche
  4. Einführung eines zeitgemäßen Bildungssystems: inklusive Schule mit Fokus auf innerer Differenzierung und Individualisierung, verstärkte Förderung und Chancengleichheit statt Defizitorientierung und Selektion bereits mit 10 Jahren
  5. Ausbau ganztägiger Schulformen für Kinder und Jugendliche mit kostenlosen Freizeit- und Lernmöglichkeiten anstelle von teurer Nachhilfe
  6. Ausreichende, kostenfreie diagnostisch-therapeutische Angebote für alle Kinder mit Entwicklungsstörungen und Erkrankungen

Rückfragen & Kontakt:

Elisabeth Schaffelhofer-Garcia Marquez
Mobil: 0676/88011-1016
elisabeth.schaffelhofer@kinderhabenrechte.at
www.kinderhabenrechte.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKR0001