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SPÖ-Lindner: „Studie zur psychischen Situation von jungen Menschen in Österreich zeigt sofortigen Handlungsbedarf“

Mittelgradige depressive Symptomatik bei 62% der Mädchen und 38% der Burschen – Sofort Rettungsschirm spannen, nicht erst 2022 und nicht nur für ein Jahr

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Gleichbehandlungssprecher Mario Lindner reagiert bestürzt auf die alarmierenden brandaktuellen Zahlen der Studie der Donau Uni Krems zur psychischen Gesundheit junger Menschen in Österreich. Demnach hätten sich etwa die depressiven Symptome aber auch Schlafstörungen verfünf- bis verzehnfacht. „Gerade junge Menschen leiden unter der Pandemie besonders. Die Bundesregierung hat auch zu oft die Pandemie auf deren Rücken – teils ohne ihnen dabei ein Mitspracherecht einzuräumen – ausgetragen“, urteilt Mario Lindner klar und fordert daher rasch Maßnahmen ein, die insbesondere auch in der Akutversorgung ankommen sollen.****

Lindner hat bereits vor geraumer Zeit eine Anfrage an den Gesundheitsminister gestellt. Die Anfragebeantwortung des Gesundheitsministers gibt dabei – gerade angesichts der neuen Zahlen - mehr Anlass zur Sorge als zur Hoffnung. So plant der Gesundheitsminister zwar den Einsatz von 15 Millionen Euro, diese sollen aber ausschließlich in den Präventionsbereich fließen. Geflossen ist trotz der großen Ankündigung im vergangenen Sommer noch kein Geld, eingesetzt wird dieses Budget erst 2022. Investitionen in präventive Angebote der Psychotherapie seien wichtig: „Aber sie alleine werden nicht reichen. Zwei Jahre nach Pandemiebeginn kommt die Prävention zu spät. Wir brauchen endlich flächendeckende fachärztliche Betreuung für jene jungen Menschen in ganz Österreich, die bereits unter akuten psychischen Erkrankungen leiden“, führt Lindner aus, denn für all jene die eben längst fachärztliche Betreuung brauchen würden, werde nach den Plänen des Gesundheitsministeriums kein Cent mehr ausgegeben als bisher.

Des Weiteren sei auch mittelfristig keine Besserung in Sicht. Obwohl der Fachärzt*innen-Mangel im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Österreich bereits vor Corona ein immenses Problem war, sei das nicht Gegenstad des Projekts. Die „fachärztliche Versorgung (ist) nicht unmittelbares Ziel des Projektes“, führt die Anfragebeantwortung des Gesundheitministers dazu aus. Nichts, was der SPÖ-Abgeordnete so stehen lassen will. „Wir werden uns weiter für eine bessere Versorgung im Bereich psychischer Gesundheit in Österreich stark machen. Es wird höchste Zeit“, schließt Lindner. (Schluss) up

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