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Buchbranche von jüngstem Lockdown schwer getroffen – Appell zur Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung

WKÖ-Hinterschweiger: Ausfall der umsatzstärksten Vorweihnachtszeit und Preissteigerungen bringt Betriebe an Grenzen der Belastbarkeit

Wien (OTS) - „Der jüngste Lockdown in der wichtigsten Zeit des Buchkaufs hat die Branche einmal mehr empfindlich getroffen. Denn rund 40% des Jahresumsatzes mit Bücher werden in der Weihnachtszeit umgesetzt, der Ausfall bringt viele Betriebe an die Grenzen der Belastbarkeit“, umreisst, KR Friedrich Hinterschweiger, Obmann des Fachverbandes der Buch und Medienwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die schwierige Situation der Branche. Zudem stehen viele Verlage vor dem Dilemma, dass die Kosten für Buchpapier in wenigen Monaten um rund 25% gestiegen sind. Dementsprechend brauche es jetzt dringend Unterstützung, appelliert Hinterschweiger für eine Verlängerung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes von 10% auf 5%.

Hinterschweiger:- „Die Bundesregierung hat mit der Senkung der Umsatzsteuer auf Bücher für 2021 richtig und schnell geholfen. Nachdem uns die Pandemie – und damit die massiv erschwerten Bedingungen für die Buchwirtschaft – leider begleiten werden, wäre eine Weiterführung dieser Maßnahme eine enorm wichtige und richtige Unterstützung.“

Auch die getätigten Online-Umsätze während des Lockdowns können die Verluste nicht ansatzweise wettmachen, so Hinterschweiger. Denn da der Wert der durchschnittlichen Buchkäufe wesentlich geringer ausfällt, als dies sonst im Versandhandel üblich ist, verringert sich im Onlinebereich die Rentabilität.

Zudem würden den Buchhandlungen, die nach Weihnachten auf vollen Lagern sitzen, mit Jahreswechsel eine Lagerabwertung um 5% drohen, wenn ab 1.1.22 wieder 10% USt. auf Bücher zu berechnen ist.

"Last not least wären wir mit einer Wiedereinführung des 10-Prozent-Steuersatzes auf Bücher ab 1.1.22 am deutschsprachigen Buchmarkt massiven Wettbewerbsverzerrungen ausgesetzt. Denn die Schweiz versteuert Bücher mit 2,5 Prozent, Luxemburg mit 3 Prozent, Italien/ Südtirol mit 4 Prozent und Deutschland mit 7 Prozent", unterstreicht Hinterschweiger die notwendige Prolongierung der Maßnahme. (PWK755/ES)

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