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SPÖ-Sidl: Mehr Energieeffizienz senkt die Energiekosten

'Essen oder Heizen?' darf in Europa keine Entweder-Oder-Frage sein

Wien (OTS/SK) - Heute stimmt das EU-Parlament einen Initiativbericht zur EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden ab. Die EU-Kommission hat in dieser Woche bei der Vorlage weiterer Initiativen aus dem Fit-for-55-Paket eine Überarbeitung vorgeschlagen. SPÖ-EU-Abgeordneter Günther Sidl kommentiert: „Um eine echte nachhaltige Energiewende zu schaffen, wird es nicht reichen, einfach nur in Erneuerbare zu investieren. Daneben müssen wir auch den Energieverbrauch verringern und die Energieeffizienz erhöhen. Gebäude bieten dafür enormes Potential. Hier wird der Großteil der Energie in Europa verbraucht, Gebäude sind für etwa 40 Prozent des EU-Energieverbrauchs und 36 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Man geht davon aus, dass drei Viertel aller Gebäude aktuell energieineffizient sind. Dementsprechend wären flächendeckende Renovierungen ein echtes Konjunkturprogramm für die heimische Bauwirtschaft, das auch den Wirtschaftsstandort stärkt." ****

"Mit der Überarbeitung der Richtlinie müssen wir vor allem die großen nationalen Unterschiede beseitigen und sicherstellen, dass wir dem großen Nachholbedarf schnell gerecht werden. Deshalb soll jeder Mitgliedstaat einen Aktionsplan für die Renovierung von Gebäuden aufstellen. Ab 2030 sollen alle Neubauten emissionsfrei sein. Die umfassende Dekarbonisierung des Gebäudesektors bedeutet große soziale und wirtschaftliche Herausforderungen. Dafür müssen auch die EU-Finanzierungsinstrumente, zum Beispiel der Europäische Fonds für regionale Entwicklung, für diese Herausforderungen adaptiert werden. Außerdem müssen wir sicherstellen, dass Modernisierungskosten nicht auf die Mieterinnen und Mieter abgewälzt werden", fasst Sidl seine Erwartungen zusammen.

„Essen oder Heizen? Das darf in Europa keine Entweder-Oder-Frage sein!", betont Sidl. "In diesem Winter kämpfen viele Haushalte in ganz Europa mit steigenden Energiepreisen, die Energiearmut ist neben den steigenden Wohnpreisen eines der größten Armutsrisiken in der EU. Daher braucht es eine ambitionierte Klimapolitik mit Vernunft und sozialem Gewissen. Neben kurzfristigen Entlastungmaßnahmen gegen die Teuerung hilft uns langfristig aber nur ein massiver Ausbau der erneuerbaren Energien, um unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern aus dem Ausland zu verringern. Daneben können wir mit mehr Energieeffizienz zweifelsohne einen wichtigen Beitrag leisten, um die Energiepreise langfristig und nachhaltig zu senken", so Sidl abschließend. (Schluss) ls

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Jakob Flossmann, Pressesprecher der SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament
+43 660 562 11 99
jakob.flossmann@europarl.europa.eu

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