Zum Inhalt springen

Österreicher wünschen sich Absetzbarkeit auch für Bildungsspenden

Umfrage im Auftrag von Fundraising Verband Austria und Verband für gemeinnütziges Stiften zeigt: Hälfte der Österreicher erwartet Absetzbarkeit für Bildung und wäre bereit zu geben.

Die Pandemie hat in Österreich eine schwerwiegende Bildungskrise nach sich gezogen. Es ist allerhöchste Zeit für die Bundesregierung zu handeln und die Lücken bei der Spendenabsetzbarkeit zu schließen, damit auch gemeinnützige Bildungsvereine ihr Wirken, beispielsweise zur Förderung lernschwacher Kinder, endlich entfalten können.
Günther Lutschinger, Geschäftsführer Fundraising Verband Austria

Wien (OTS) - Mit einem neuen Spendenrekord von voraussichtlich 850 Mio. Euro tragen die Menschen in Österreich wesentlich dazu bei, Not und Krisen zu lindern. Während der Großteil der gemeinnützigen Organisationen seit Einführung der Spendenbegünstigung 2009 kontinuierlich wachsen und damit mehr bewirken kann, sind wichtige Spendenbereiche wie die Bildung durch eine unfaire und unverständliche Gesetzeslage von der Absetzbarkeit ausgeschlossen. Ein massiver Nachteil, der ein höheres Aufkommen für Bildungszwecke hemmt und für Spendende nicht nachvollziehbar ist. Laut einer neuen Public Opinion-Umfrage finden es fast 50% der Menschen wichtig, dass auch Spenden für österreichische Bildungseinrichtungen und -NPOs absetzbar sind.

Während Zuwendungen zur Förderung der Bildung in fast allen europäischen Ländern steuerlich absetzbar sind, findet sich im Spendenland Österreich eine ähnliche gesetzliche Regelung wie in der Türkei oder Bangladesch vor: Spenden für Bildungszwecke sind bis heute von den Vorteilen der Begünstigung ausgeschlossen. „Die Pandemie hat in Österreich eine schwerwiegende Bildungskrise nach sich gezogen. Es ist allerhöchste Zeit für die Bundesregierung zu handeln und die Lücken bei der Spendenabsetzbarkeit zu schließen, damit auch gemeinnützige Bildungsvereine ihr Wirken, beispielsweise zur Förderung lernschwacher Kinder, endlich entfalten können.“, fordert Günther Lutschinger, Geschäftsführer Fundraising Verband Austria.

Große Spendenbereitschaft für Bildung wird gehemmt

94% aller Spenden hierzulande können steuerlich abgesetzt werden. Sämtliche anderen Zwecke schlagen sich mit nur 6% zu Buche, darunter wichtige Spendenziele wie die Bildung, die von der wachsenden Spendenbereitschaft im Land entsprechend wenig profitieren kann. Das Verständnis für diese seit 13 Jahren bestehende gesetzliche Lücke in der Bevölkerung ist jedenfalls gering: Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Fundraising Verband Austria und des Verband für gemeinnütziges Stiften finden es fast die Hälfte der Österreicher wichtig, dass auch Spenden zur Förderung der Bildung abgesetzt werden können. 42% würden Bildungszwecke unter der Voraussetzung der Absetzbarkeit mit ihren Spenden unterstützen. Das große Potential zur Förderung des Bildungswesens liegt auf der Hand: Derzeit erfährt das Thema Bildung nur 3% Zuspruch unter Österreichs Spendenden. Die Kinderhilfe und der Tierschutz liegen im Vergleich dazu jeweils bei 30%. Der Fundraising Verband Austria appelliert daher an die Bundesregierung, endlich Chancengleichheit im Dritten Sektor herzustellen und die Absetzbarkeit auf alle gemeinnützigen Anliegen auszuweiten.

Mehr zum Thema finden Sie im aktuellen Spendenbericht des FVA auf www.fundraising.at

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband, M: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FUN0001