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Eßl: Nationalrat setzt Meilenstein in Sachen Tierwohl

ÖVP-Tierschutzsprecher mahnt hohes Verantwortungsbewusstsein der Tierhalter ein

Wien (OTS) - „Wir wollen, dass es den Menschen im Land gut geht. Wir wollen aber auch, dass es den Tieren im Land gut geht. Dafür braucht es klare Regeln, vor allem aber braucht es hohes Verantwortungsbewusstsein und Wissen darüber, was Tiere brauchen und wie sie tierwohlgerecht gehalten werden müssen“, betonte heute, Mittwoch, ÖVP-Tierschutzsprecher Abg. Franz Eßl in seiner Plenarrede anlässlich eines umfassenden Entschließungsantrages der Koalitionsparteien und der Neos nach parlamentarischen Gesprächen über das Tierschutzvolksbegehren. Auch die FPÖ hat nach den heutigen Beratungen dem Antrag zugestimmt.

„Die Haltung von Tieren bedeutet ein hohes Maß an Verantwortung. Tierhalter müssen wissen, welche Bedürfnisse die Tiere haben, wie sie untergebracht werden und sie müssen Kenntnisse haben, was die Fütterung betrifft “, verweist Eßl auf den im Tierwohlantrag vorgesehenen Sachkundenachweis. „Wenn den Menschen mal klar ist, dass die Haltung zum Beispiel einer Brandlbracke in einer Stadtwohnung nicht tiergerecht ist, dann haben wir schon viel an Bewusstseinsbildung geschaffen.“

Es ging bei den umfassenden Diskussionen mit Nutz- und Heimtierhaltern, aber auch den Vertretern des Volksbegehrens nicht nur darum, den 416.000 Menschen ein Gewicht zu geben, sondern auch darum, gemeinsam mit den Tierhaltern konkrete Maßnahmen zu erarbeiten. „Das unterscheidet uns von der SPÖ, die Verbote auf den Tisch knallt, ohne mit denjenigen zu sprechen, die diese dann auch umzusetzen haben“, so Eßl.

So aber wurde ein Tierwohlpaket geschnürt, das für den ÖVP-Tierschutzsprecher einen Meilenstein in Sachen Tierwohl darstellt. Es umfasst Regelungen zur Verhinderung von Qualzucht ebenso wie Beratungsangebote und Förderungen für Investitionen für besonders tiergerechte Haltungsformen. Eine besondere Weiterentwicklung für das Tierwohl sieht Eßl in den Vermarktungsprojekten von „Kalb Rosé“ und Vollmilchkalb, welche in Zukunft in den AMA-Qualitätsstandard „Kuh plus Rind“ aufgenommen werden sollen. Das sind Maßnahmen, die auch dazu beitragen, dass in Zukunft weniger Tiertransporte stattfinden. „Darüber hinaus braucht es Initiativen auf europäischer Ebene, damit auch bei Importen die gleichen Standards wie in Österreich gelten“, betont Eßl.

(Schluss)

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