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Strasser: Schulterschluss für mehr Tierwohl schafft neue Perspektiven

Entschließungsantrag mit großer Mehrheit im Parlament beschlossen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Im Nationalrat wurde heute der Entschließungsantrag ‚Für eine tiergerechte und zukunftsfähige Landwirtschaft‘ mit den Stimmen von ÖVP, Grünen, NEOS und FPÖ beschlossen. „Uns ist ein großer Schulterschluss zum Wohl von Mensch und Tier gelungen. Für die Zukunft heißt dieser Antrag mehr Tierwohl, mehr Planungssicherheit und neue Perspektiven für unsere Bauernfamilien“, so ÖVP-Landwirtschaftssprecher und Bauernbund-Präsident Abg. DI Georg Strasser.

Ohne Bauernwohl kein Tierwohl

„Mit diesem Entschließungsantrag ist ein branchenübergreifender Schulterschluss gelungen. Gemeinsam mit den agrarischen Branchenvertretern, dem Landwirtschaftsministerium, der Landwirtschaftskammer und unserem Koalitionspartner haben wir intensiv an einer nachhaltigen Lösung für mehr Tierwohl - mit Hausverstand und Augenmaß – gearbeitet. Ab 2023 wird es bei Um- und Neubauten von Schweineställen nur mehr Haltungsformen mit eigenen Liegeflächen geben. Eine Million Schweine sollen bis 2030 unter den Premium-Standards „AMA-Gütesiegel Tierwohl“ sowie „Bio“ vermarktet werden. Auch das Verbot des routinemäßigen Kupierens der Schwänze bei Ferkeln wird umgesetzt. Zudem wird das Schreddern von Küken bald der Geschichte angehören. Um den Transport tausender Kälber aus Österreich in andere EU-Länder zu verringern, wird nun auch die Vermarktung von Kalbfleisch in Österreich gestärkt. 10.000 Kälber aus Österreich sollen regional vermarktet werden. Das heißt, dass es künftig weniger Kälbertransporte gibt“, gibt Strasser einen Überblick zu den Maßnahmen des gemeinsamen Antrags.

„Mit dem Pakt für mehr Tierwohl ist im Vorjahr bereits der Grundstein gelegt worden. Jetzt setzen wir weitere Maßnahmen gemeinsam mit den Branchen um. Wir entwickeln uns weiter und kommen so den Wünschen der Gesellschaft nach. Die Kosten für diese höheren Standards werden aber nicht die Bäuerinnen und Bauern alleine tragen können. Daher braucht es begleitende Förder- und Marktanreize, Branchenvereinbarungen und Übergangszeiten. Denn eines ist gewiss: Ohne Bauernwohl kein Tierwohl“, so Strasser.

Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette

„Damit unsere Familienbetriebe in tierfreundlichere Haltungsformen investieren können, müssen verlässliche Absatzmöglichkeiten vorhanden sein. Es braucht eine starke Bereitschaft aller Akteure entlang der Wertschöpfungskette, einen fairen Preis zu zahlen. Es wird eine Nagelprobe für die Lebensmitteleinzelhändler und die Gastronomie. Jetzt können sie sich zu mehr Tierwohl bekennen“, erwartet sich Strasser klare Ansagen. Rund 94 Millionen Euro gibt der Lebensmitteleinzelhandel jährlich für die Bewerbung von Schokolade und Süßwaren aus. „Dieses Geld wäre in der Bewerbung von Tierwohl-Produkten sinnvoller investiert“, so Strasser.

(Schluss)

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