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SoPHIA Abschlusskonferenz - Social Platform for Holistic Heritage Impact Assessment, 16. – 17. Dezember 2021

Wien, Rom, 13. Dezember 2021

Am 16. und 17. Dezember findet die Abschlusskonferenz des Europäischen Forschungs- und Innovationsprojektes SoPHIA – Social Platform for Holistic Heritage Impact Assessment statt, um die Resultate der Konferenz gemeinsam mit europäischen Wissenschaftler*innen, Expert*innen und Entscheidungsträger*innen zu diskutieren.

Die Art und Weise, wie Kulturerbe bewahrt und gefördert wird, ist eine wichtige Grundlage für die Selbst- und Fremdwahrnehmung Europas und seiner Identitäten in einer globalisierten Welt. Politische Konventionen spiegeln dabei die Bedeutung wider, die dem Bereich des Kulturerbes durch die Europäische Union zuteil wird. Dazu gehören das Europäische Landschaftsübereinkommen (2000), die Faro-Konvention (2005), das Europäische Jahr des Kulturerbes (2018) oder der Europäischen Aktionsrahmen für Kulturerbe (2019), sowie die Förderprogramme Horizon 2020 (Horizon Europe ab 2021), Interreg Europe und Creative Europe u.a.

Diesem Prozess trägt SoPHIA, durch gezielte Empfehlungen zur Festlegung von Qualitätsanforderungen und gemeinsamen Standards in der Wirkungsmessung, auch für zukünftige Maßnahmen im Bereich des Kulturerbes, bei. Denn Interventionen ins Kulturerbe können nachhaltiges Wachstum, sozialen Zusammenhalt und das Wohlergehen lokaler Gemeinschaften unterstützen, können aber auch negative Wahrnehmung durch Expert*innen und Bürger*innen hervorrufen und auch historische Elemente, ihre Umwelt sowie das damit verbundene immaterielle Erbe, Identitäten und soziale Praktiken schädigen.

Die Partner*innen des SoPHIA-Konsortiums haben zusammen mit einer Community of Practice ein ganzheitliches Modell zur Folgenabschätzung im Bereich Kulturerbe entwickelt. Dieses Modell deckt alle Dimensionen nachhaltiger Entwicklung, seien es soziale, wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Wirkungen, ab. Das Modell wurde im Austausch Vertreter*innen von zwölf Europäischen Fallstudien fertiggestellt. Darüber hinaus wurden ein Toolkit für Praktiker*innen sowie vier Policy Briefs mit Empfehlungen für politische Entscheidungsträger*innen zur Vereinfachung und Verbesserung des Prozesses der Folgenabschätzung sowie Leitlinien für einen Aktionsplan für operationelle EU-Programme und eine zukünftige Bedarfs- und Forschungsagenda zusammengestellt. All dieses Material wird in Kürze auf der Website veröffentlicht.

Die Abschlusskonferenz wird sich insbesondere mit Zukunftsszenarien im Bereich Kulturerbe befassen, wie dem Manifest der Kultur der COP 26 und dem Neuen Europäischen Bauhaus. Die Ergebnisse des SoPHIA-Projekts werden in Panels präsentiert und mit relevanten Organisationen und europäischen Netzwerken, hinsichtlich des Potenzials für den zukünftigen Einsatz und mögliche Anwendungsgebiete einer holistischen Wirkungsmessung von Kulturerbe.

Zu den Konferenzteilnehmer*innen und Sprecher*innen zählen bekannte Expert*innen aus der Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie politische Entscheidungsträger*innen wie: Silvia Costa (ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments), Erminia Sciacchitano (Beamtin des Ministerkabinetts im italienischen Kulturministerium), Inês da Câmara (Culture Action Europe), Alessandra Gariboldi (Fitzcarraldo Foundation), Linda Mockton (Historic England), Beatriz García (University of Liverpool), Pierluigi Sacco (IULM University Mailand) oder Olov Amelin (Jamtli Foundation, Schweden).

Die SoPHIA-Abschlusskonferenz wird am 16. Dezember von 14:30 bis 19:00 Uhr MEZ und am 17. Dezember von 9:00 bis 15:30 Uhr in einem Hybridformat aus der Universität Roma Tre ausgestrahlt. Die Online-Teilnahme ist kostenlos.

SoPHIA wurde geleitet von der Roma Tre Universität in Rom, in Zusammenarbeit mit EDUCULT, Österreich; Interarts, Spanien; der European Museum Academy (EMA), Niederlande; der National Technical University of Athens (NTUA), Griechenland; dem Institute of Art Design and Technology 8IADT), Irland; und dem Institute for Development and International Relations (IRMO), Kroatien. SoPHIA wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union unter der Grant Agreement No 870954 gefördert.

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Rückfragen & Kontakt:

Aron Weigl
Tel.: 01 52 23 12 70
E-Mail: info@sophiaplatform.eu

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