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Wölbitsch/Sittler ad Arwag: Familiensilber der Stadt Wien darf nicht verkauft werden

Leistbares Wohnen muss weiterhin Aufgabe der Stadt bleiben – Doppelmoral der SPÖ in Sachen Wohnbau – Volkspartei bringt Anfrage ein

Wien (OTS) - „Die aktuellen Vorgänge rund um die Wohnbaugesellschaft Arwag legen den Schluss nahe, dass die Wiener SPÖ das Familiensilber und einen Teil der Wohnungsreserven der Stadt verkaufen will“, so Klubobmann Markus Wölbitsch und Wohnbausprecher Gemeinderat Peter Sittler in einer ersten Reaktion zu den aktuellen Meldungen, wonach die Wien Holding 26 Prozent an der Wohnbaugesellschaft an den Investor Klemens Hallmann verkauft habe.

Laut Eigenbeschreibung der Arwag sei die Gesellschaft 1990 mit dem Ziel gegründet worden den Wienerinnen und Wienern leistbare Wohnungen anbieten zu können. Die vorliegenden Handlungen stehen dem jedoch diametral gegenüber. Denn auch das Beispiel Berlin habe gezeigt, dass ein Abverkauf der kommunalen Wohnungen massive negative Auswirkungen auf die Mietpreise einer Stadt hat. "Die Doppelmoral der SPÖ in Sachen Wohnbau ist daher nicht zu überbieten. Einerseits rühmt sich die Stadt der vorausschauenden Wohnungspolitik und dann verkauft sie Wohnungsreserven an einen bekannten Immobilieninvestor", so der Wohnbausprecher.

„Auffällig ist, dass ausgerechnet der ehemalige SPÖ-Parteimanager und Abgeordnete Thomas Drozda als eben erst bestellter neuer ARWAG-Vorstand den Verkauf mit in die Wege leitet. Wir werden zu dieser Causa daher auch eine entsprechende Anfrage einbringen. Diese Vorgänge verlangen nach Aufklärung“, so Wölbitsch.

Bezeichnend für die widersprüchliche Politik der SPÖ sei auch die Tatsache, dass Anfang des Jahres ein Verkaufsverbot von Kleingärten an Private, mit dem Argument der notwendigen Grundreserven, von der Stadtregierung beschlossen wurde. „Es stellt sich daher die berechtigte Frage, ob die Stadt Wien nun große Immobilien-Investoren gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt bevorzugt und genau das tut, was sie immer selbst angeprangert hat?“, so Sittler.

Durch den Verkauf eines beträchtlichen Anteils an der Arwag durch die Wien Holding, habe der Investor quasi den Fuß in der Türe für 25.000 Wohneinheiten, was möglicherweise der erste Schritt zur Komplettübernahme der Arwag darstellt. Das erinnere frappant an den Fall des Wiener Bauträgers Süba, bei dem der Immobilien-Investor im Jahr 2016 mit 38 Prozent eingestiegen ist und dann im Juni 2018 komplett übernommen hat.

"Der Wohnungsbestand der Stadt Wien muss bewahrt werden. Es kann nicht sein, dass das Familiensilber im Wohnbau scheibchenweise verkauft wird. Leistbares Wohnen muss weiterhin Aufgabe der Stadt Wien bleiben!", so Wölbitsch und Sittler abschließend.

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