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Deloitte Art & Finance Report 2021: Kunstmarkt schafft es nach Corona-Tief wieder auf Vorkrisenniveau

Wien (OTS) - Der neue Art & Finance Report von Deloitte zeigt: Der Kunstmarkt hat sich nach dem Corona-bedingten Umsatzeinbruch zu Beginn der Krise im ersten Halbjahr 2021 erholt und wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Das bestätigen rund 400 weltweit befragte Investoren und Kunstsammler. Die Erholung ist vor allem einem Ausbau des Onlinehandels geschuldet. Kunst und Sammlerstücke haben sich mittlerweile zwar verstärkt als alternative Anlageform etabliert, der Kunstmarkt braucht dennoch dringend Impulse: In den letzten zehn Jahren ist er nur um knapp 1 % pro Jahr gewachsen. Gerade junge Kunstsammler setzen daher auf neue Entwicklungen wie Blockchain und Künstliche Intelligenz.

Im Rahmen der siebten Art & Finance Studie hat das Beratungsunternehmen Deloitte den internationalen Kunst- und Finanzmarkt analysiert. Im ersten Halbjahr 2020 war der weltweite Kunstmarkt als Folge der COVID-19-Krise stark eingebrochen. „Die Auktionserlöse der drei großen Auktionshäuser Christie’s, Sotheby’s und Phillips brachen im Vorjahr um rund 70 % ein. Heute zeigt sich der Markt jedoch bereits wieder auf Vorkrisenniveau und beweist damit seine Resilienz“, erklärt Wilfried Krammer, Director bei Deloitte Österreich.

Ausbau digitaler Vertriebskanäle

Als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie haben die bekannten Auktionshäuser das Angebot im Netz massiv ausgebaut. So konnten die Online-Verkaufserlöse bei Sotheby’s, Christie’s und Phillips von 2019 auf 2020 von 170 Millionen US-Dollar auf über 1 Milliarde US-Dollar gesteigert werden. „Der Kunstmarkt gilt als eher traditionell. Umso bemerkenswerter ist es, wie schnell die großen Auktionshäuser auf die Krise reagiert und ihr Online-Angebot ausgebaut haben“, so der Deloitte Experte. „Dieser Trend wird wegen der anhaltenden Pandemie weiter an Fahrt aufnehmen.“

Kunst als Wertanlage

Kunst und Sammlerstücke haben sich über die letzten Jahre als alternative Anlageform etabliert. 85 % der Vermögensverwalter und 76 % der Sammler sehen Kunst als festen Bestandteil zur Portfoliodiversifikation. Während nach wie vor emotionale Gründe als Hauptmotiv für das Sammeln angegeben werden, rückt insbesondere bei jüngeren Sammlern unter 35 Jahren der Renditegedanke immer mehr in den Vordergrund. „Es stellt sich heute nicht mehr die Frage ob, sondern wie man Kunst in ein diversifiziertes Portfolio integriert“, betont Wilfried Krammer.

Kunstmarkt schwächelt bereits seit zehn Jahren

Die Corona-Krise hat die Umsätze am internationalen Kunstmarkt stark beeinflusst. Bei näherer Betrachtung des Gesamtmarktes im Zeitraum 2010 bis 2019 zeigt sich jedoch: Das Wachstum betrug bereits vor der Pandemie nur knapp 1 % pro Jahr. Im selben Zeitfenster hat sich das Vermögen der Ultra-High Net Worth Individuals hingegen fast verdoppelt. „Damit der Kunstmarkt als Investitionsform an Attraktivität gewinnt, muss vor allem auf Transparenz gesetzt werden. Der Einsatz von Technologie kann dabei helfen, das vorhandene Potenzial zu heben“, fügt Wilfried Krammer hinzu.

Neue Möglichkeiten durch Technologie

Blockchain und Künstliche Intelligenz (KI) können für die Nachverfolgbarkeit und die Echtheitsprüfung von Kunstwerken neue Impulse setzen. Non Fungible Tokens (NFTs) ermöglichen bereits jetzt das Handeln virtueller Sammlerstücke über Plattformen, die Künstler, Sammler und Investoren direkt miteinander verbinden. 85 % der jüngeren Studienteilnehmer sind davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie die Geschäftsabwicklung im Kunstbereich nachhaltig verändern wird. 92 % der befragten Kunstsammler unter 35 sind der Ansicht, dass Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) einen wesentlichen Einfluss auf die globale Kunstszene haben werden.

Art & Finance Report 2021

Der siebte Art & Finance Report wurde von Deloitte zusammen mit dem in London ansässigen, auf den Kunstmarkt spezialisierten Research-Unternehmen ArtTactic erstellt. Im Zeitraum März 2021 bis Juni 2021 wurden über 190 Kunstfachleute von Galerien und Auktionshäusern sowie Kunstberater, rund 60 Privatbanken und 21 Family Offices sowie 115 Kunstsammler in Europa, den USA, Lateinamerika, dem Mittleren Osten und Asien befragt.

Zum Download:

Deloitte Art & Finance Report 2021

Foto Wilfried Krammer Credits Deloitte/feelimage

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