Sima/Schleritzko/Nevrivy/Lobner verhöhnen die verkehrsgeplagte Ostregion

„Ober Verkehrsplanungs-Versager“ der letzten Jahre rufen „Haltet den Dieb“

Wien (OTS) - Mit einer vollen Breitseite reagiert die Umweltorganisation VIRUS und Bürgerinitiative Marchfeld auf die gemeinsame Initiative von Lokalpolitikern aus Wien und Niederösterreich und macht sie für die Verkehrsmisere der letzten Jahrzehnte verantwortlich. Wolfgang Rehm, Sprecher beider Organisatione . „Jetzt packeln sich mit Lobner, Nevivry, Sima und Schleritzko jene Politiker zusammen die die ungelöste Verkehrsmisere in der Ostregion wesentlich mitzuverantworten haben. Im Gegensatz zu ihren Behauptungen ist es eine Verhöhnung der Ostregion, dass sie diesen Fehlkurs auch noch fortsetzen wollen. Die Ober Verkehrsplanungs-Versager Jahre rufen „Haltet den Dieb“

So werde etwa völlig ignoriert dass der großteils niederösterreichischen S8-Marchfeld Schnellstraße, die in Wien das offenbar nicht unter dem Schutz der Stadtregierung stehende Neu-Essling verlärmt hätte, alle drei erforderlichen Genehmigungen fehlen. „Leben diese Herrschaften am Mond, der UVP –Bescheid ist weg und wird es für das gescheiterte Projekt keinen neuen geben und schon gar nicht schnell, und auch eine Online Petition die nicht nur von Gänserndorfern unterzeichnet worden ist, kann keinen herbeizaubern,“ wundert sich Rehm. Es sei logisch dass man für ein derart gescheitertes Projekt nicht einen teuren Autobahnknoten mit einer S1 errichten werde. „Bessere Verkehrentlastungswirkung zu günstigeren Kosten ist nachwei,slich mit Umfahrungen auf Landesstraßenebene zu erzielen die aber Niederösterreich finanzieren muss, wogegen es sich wehrt und da liegt seit 20 Jahren der Hund begraben“, so Rehm. Der „Wurmfortsatz“ S8 sei auch nicht mit der oberösterreichischen S10 zu vergleichen, bei der es sich immerhin um eine Bundesstraßengesetzkonforme grenzüberschreitende internationale Autobahnverbindung handle. Ins Reich Der Fabel verweist Rehm auch einen durchschnittlichen täglichen Werktagsverkehr von 35000 Fahrzeugen in Deutsch- Wagram: „Das wird seit es der Bürgermeister vor einigen Jahren in die Welt gesetzt hat breitgetreten und nun auch vom Landesrat Schleritzko apportiert, findet sich aber in keiner der Verkehrsuntersuchungen zur S8“. Dass mit Ex-Landeshauptfrau Renner vor kurzem eine SPÖ Funktionärin eines Bezirks in dem gleich vier rote Gemeinde-Hochburgen verloren wurden „als Trittbrettfahrerin auf den stehenden S8 Zug“ aufzuspringen versucht habe, wundere noch weniger, als dass der politische Gegner der ÖVP nun auch in Wien mit „den Schwarzen“ gemeinsame Sache mache. „Einmal mehr ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen dass entgegen den Aussagen von Nevivry und Sima es weder durch die Stadtstraße Aspern noch durch eine S1-Lobauautobahn zu Verkehrsentlastungen kommt. Dies zeigen alle relevanten Verkehruntersuchungen“ weiß Rehm. Für die S1 gelte dies mehr noch für den LKW als für den Personenverkehr. Die von Sima genannten aber unbelegten 900.000 Transit-LKW /Jahr auf der Tangente entsprächen gerade einmal 8% der LKW-Fahrten auf der Praterbrücke. „Wachsender klimaschädlicher Straßenverkehr ist nicht eine hinzunehmende oder gar noch anzuheizende Entwicklung sondern eine Überlebensfrage“, warnt Rehm. Demzufolge brauche es gerade im Nordosten von Wien jene Maßnahmenpakete die tatsächlich zur Verkehrsentlastung führen aber 15 Jahre lang blockiert worden seien. Die in Stadt Wien Inseraten genannten 77.000 Fahrzeuge weniger wären verglichen mit dem Bestand nur 48.000 wesentlich nicht auf die S1 sondern auf ein sehr Ambitioniertes Maßnahmenpaket zurückzuführen. Die jetzt „notverkündete“ Straßenbahnlinie 27 und eine suboptimale Parktraumbewirtschaftung reichen dafür nicht nicht. Gemeinsam mit angepassten Straßenkonzepten wäre der Weg auch für den selbstverschuldeten Wohnbaustopp für die Seestadt Nord und auch weitere Stadtentwicklungsgebiete frei sofern sie einer UVP unterzogen wurden,“ so der UVP Experte. Sowohl S1 als auch S8 hätten zu den klimaschädlichsten Autobahnen Österreichs gezählt und. „Eine Politik die das Klimaproblem anders als in der Vergangenheit ernst nehmen will“, muss handeln,“ so Rehm abschließend.

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Wolfgang Rehm, 0699/12419913, virus.umweltbureau@wuk.at

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