Hotellerie und Gastronomie: Öffnung am 13. Dezember ist ein Muss

Planungsunsicherheit und unklare Kommunikation sind für Betriebe, Mitarbeiter und Gäste nicht länger tragbar. Die burgenländische Tourismuswirtschaft fordert das Lockdown-Ende.

Eisenstadt (OTS) - „Wir wollen nur eines: Öffnen, wie es die Bundesregierung zugesagt hat! Unsere Betriebe haben alle Maßnahmen und Lockdowns immer mitgetragen und einen enormen Solidarbeitrag geleistet, aber das gebetsmühlenartige Schließen, Verschieben und Vertrösten zwischen Lockdown und Öffnung raubt unseren Unternehmern und Mitarbeitern und Gästen mittlerweile die letzte Kraft und Motivation und fährt unsere Branchen an die Wand“, so die Obleute der Fachgruppen Hotellerie, Gastronomie und Freizeit- und Sportbetriebe in der Wirtschaftskammer Burgenland, KommR Martina Wende, Matthias Mirth und Michaela Heeger-Gmeiner.Wirte-Sprecher Matthias Mirth sieht noch eine andere Gefahr: „Die Menschen brauchen das Gasthaus nicht nur zum Essen und Trinken, das Wirtshaus ist auch ein Kommunikationstreffpunkt, die Menschen wollen wieder Gesichter sehen, miteinander reden und lachen. Gibt man ihnen diese Möglichkeit nicht werden die Stadl- und Garagenpartys wieder zunehmen und neue Cluster werden entstehen. “Parallel dazu gibt es – wenn nicht aufgesperrt wird – neue Probleme mit den Mitarbeitern, Mirth: „Unsere Mitarbeiter wollen nicht mehr in Kurzarbeit gehen, die wollen arbeiten. Wenn wir nicht aufsperren, wandern sie in andere Branchen ab.“

Die Branchenvertreter warnen vor dem drohenden Schaden für das Urlaubsland Österreich: „Während in anderen europäischen Destinationen wie der Schweiz, Frankreich und Südtirol die Wintersaison startet, verzeichnen wir in Österreich Stornierungen bis weit in das kommende Jahr hinein - und kaum Neubuchungen. Nicht nur Saisonbetriebe, auch Ganzjahresbetriebe, etwa in der Stadthotellerie oder Thermen- und Wellnesshotellerie, sind durch den Lockdown in der Wintersaison mit enormen Einbußen konfrontiert.“

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