Sima zu Weltbodentag: Wien hat geringsten Bodenverbrauch österreichweit

Strenger Schutz von Grünräumen - Stadtentwicklung auf sogenannten „brown fields“ statt auf der grünen Wiese

Wien (OTS) - Gute Nachrichten zum morgigen Weltbodentag: Die Stadt Wien ist in Sachen Bodenschutz österreichweit Vorreiterin. Die Hälfte des Stadtgebiets der Millionenstadt besteht aus Grünraum. „Während in anderen Bundesländern seit 2005 der Bodenverbrauch pro Kopf zugenommen hat, verzeichnet Wien einen Rückgang von 18% - und dies bei steigender Bevölkerungszahl“, so Planungsstadträtin Ulli Sima. Von der gesamten Stadtfläche Wiens sind insgesamt nur rund 100 m² Boden pro Kopf durch Gebäude und Straßeninfrastruktur versiegelt. In Niederösterreich sind es rund 900 m², im Burgenland sogar 1200 m² pro Kopf.

„Das ist ein absoluter Spitzenwert. Durch smarte und kompakte Stadtplanung gelingt es uns, den kontinuierlichen Bevölkerungszuwachs in unserer Stadt in Einklang mit dem Bodenschutz zu bringen. Statt die grüne Wiese zu versiegeln, setzen wir überwiegend auf bereits genutzte Flächen wie auf ehemalige Bahnhofsareale oder Betriebsflächen, den sogenannten brown fields“, erläutert Sima die Strategie der Stadt Wien.

Nordwestbahnviertel als Best-Practice-Beispiel

Diese nachhaltige Strategie der Stadt veranschaulicht auch das Stadtentwicklungsprojekt Nordwestbahnviertel: Auf einer Fläche von 60 Fußballfeldern entsteht ein neuer Stadtteil für 16.000 Menschen. Das Gelände wird aktuell noch für Frachtverkehr genutzt, entfaltet sich aber in den nächsten Jahren zu einem modernen, innerstädtischen Stadtentwicklungsgebiet mit viel Grünraum. Auch Stadtentwicklungsprojekte wie das Sonnwendviertel oder Eurogate erfolgten auf bereits versiegelten Bestandsflächen – den „brown fields“. Ebenfalls auf bereits benutzter Fläche, nämlich den ehemaligen Betriebsflächen der Firma Siemens im 10. Bezirk, entsteht das Wohngebiet „Am Kempeleinpark“. Auf dem Gelände werden rund 1100 Wohnungen neu gebaut, davon zwei Drittel gemeinnützig. Herzstück der städtebaulichen Planung wird ein großer öffentlicher Park.

Seestadt Aspern: Vom Flugplatz zum modernsten Stadtentwicklungsgebiet Europas

Bis in die 1970er Jahre war das heutige Stadtentwicklungsgebiet Aspern ein Flugplatz, künftig leben dort über 25.e000 Menschen und es werden noch einmal so viele dort arbeiten. Die Seestadt ist mit den Öffis bestens angebunden, mit dem Bau der 3,2 km langen Gemeindestraße Stadtstraße Aspern kann in der Folge auch der Nordteil der Seestadt weitergebaut werden. Dies garantiert die Errichtung tausender neuer leistbarer Wohnungen.

Wohnbau in Wien: Kompakte Siedlungsstruktur als Mittel gegen die Klimakrise

Die Errichtung von urbanem und leistbaren Wohnraum ist im Kampf gegen Bodenversiegelung und im Einsatz für den Klimaschutz entscheidend. Wien ist eine Stadt der kurzen Wege, mit guter öffentlicher Anbindung, kompakten Wohnstrukturen und umweltfreundlicher Energieversorgung. Unterbleibende Siedlungsentwicklung in Wien würde einen Verlagerungseffekt an Wohnraum in den umliegenden Speckgürtel bedeuten, die Bodenversiegelung dort weiter steigern und negative Folgen für den Klimaschutz haben.

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