Menschen mit Behinderung fielen in Coronapandemie nochmals zurück

Obwohl die UN-Behindertenrechtskonvention bereits 2008 ratifiziert wurde, ist noch viel zu tun! Neuen Nationalen Aktionsplan Behinderung 2022 - 2030 nützen!

Wien (OTS) - Morgen ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen. Aus diesem Anlass fordert AK Präsidentin Renate Anderl von der Bundesregierung gewichtige Maßnahmen im neuen Nationalen Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen. Die UN-Behindertenrechtskonvention gilt in Österreich immerhin bereits seit 2008: „Weitere Schritte in Richtung gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft sind längst überfällig!", so die Präsidentin der Arbeiterkammer.

"Schon seit vielen Jahre wissen wir, dass es noch besonderer Anstrengungen bedarf, um ein inklusives Bildungssystem für unsere Kinder und Jugendlichen sowie einen inklusiven Arbeitsmarkt für alle Menschen, gleich mit oder ohne Behinderung, zu schaffen. Das sind zwei Kernthemen: Gute, inklusive Bildung ist der Schlüssel für die Teilhabe am Arbeitsleben. Und die Teilhabe am Arbeitsleben, die Möglichkeit selbstbestimmt den Lebensunterhalt zu verdienen, ist zentral für die Teilhabe in der Gesellschaft.“

Längst überfällig sind auch umfassende Verbesserungen für die Beschäftigten in den Werkstätten, einheitliche Regelungen zur Persönlichen Assistenz und deren bedarfsgerechte Finanzierung sowie Maßnahmen, um die noch immer vorhandenen physischen Barrieren und die Barrieren den Köpfen der Menschen abzubauen!

Die Corona-Pandemie hat die Menschen und die Gesellschaft hart getroffen. Die Schwierigkeiten, die Menschen mit Behinderungen auch schon davor überwinden mussten, um in der Schule, am Arbeitsleben und am täglichen Leben teilhaben zu können, haben sich durch die Pandemie weiter zugespitzt.
Geredet wurde schon viel, jetzt müssen Taten folgen! Der noch zu beschließende Nationale Aktionsplan für Menschen mit Behinderung für die kommenden Jahr 2022 – 2030 ist die Chance, wo die politisch Verantwortlichen zeigen können, dass Gleichstellung und Menschenrechte in Österreich nicht leere Worte bleiben, sondern mit vielen neuen Maßnahmen und entsprechender Budgetierung auch umgesetzt werden.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Wien
Katharina Nagele
(+43-1) 501 65 12678
katharina.nagele@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0002