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Strasser zum Grünen Bericht 2021: Land- und forstwirtschaftliche Einkommen fast unverändert

Einkommenssituation für bäuerliche Berufsgruppe nicht erfreulich

Wien (OTS) - Der Grüne Bericht 2021 wurde in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft mehrheitlich beschlossen. Dieser gibt einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche und soziale Situation der Bauernfamilien in Österreich: Die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft beliefen sich im Jahr 2021 auf durchschnittlich 28.368 Euro pro Betrieb. Das ist eine Steigerung von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei allen Betriebsformen, bis auf die Futterbaubetriebe, die fast die Hälfte aller landwirtschaftlichen Betriebe ausmachen, konnte ein höheres Einkommen verzeichnet werden. Betrachtet man die bäuerlichen Einkommen über mehrere Jahre hinweg, so stagnieren diese jedoch. "Die Erträge im Marktfruchtanbau und in der Milchwirtschaft sind angestiegen, das hat sich positiv auf die Einkünfte ausgewirkt. Auch im Obstbau und in der Schweinehaltung wurden Preissteigerungen erzielt. Im Gegensatz zum gesamten Außenhandel von Österreich entwickelte sich der Außenhandel im Agrarsektor, trotz Corona-Krise, positiv. Die landwirtschaftlichen Exporte konnten um 3,7 Prozent auf 12,75 Milliarden Euro erhöht werden. Weiterhin schwierig bleibt die Ertragslage für Waldbesitzer und -besitzerinnen. Schäden etwa durch den Borkenkäfer und Windwurf verursachten auch im Jahr 2020 große Mengen an Schadholz", betont ÖVP-Landwirtschaftssprecher und Bauernbundpräsident Abg.z.NR DI Georg Strasser.

Maßnahmen der Bundesregierung sorgen für Entlastung

"Stagnierende Einkommen sind ein anhaltender Trend – nicht nur in Österreich, auch innerhalb der EU ist dieses Phänomen beobachtbar. Leider bleibt die Einkommenssituation für die Bäuerinnen und Bauern mit einem kleinen Plus fast unverändert und ist damit nicht zufriedenstellend. Um die Verluste aus Vorjahren auszugleichen, würde es deutlich bessere Erträge brauchen", so Strasser.

"COVID-19-Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung wirkten sich stabilisierend auf die Einkommen aus. Zudem sorgten Förderungen aus EU-, Bundes- und Landestöpfen für Entlastung – insgesamt wurden dafür 2,25 Milliarden Euro in die Hand genommen, ein Plus von 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlungen tragen maßgeblich zur Krisensicherheit in der Land- und Forstwirtschaft bei und bieten den Bäuerinnen und Bauern nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Planungssicherheit", erklärt Strasser abschließend. (Schluss)

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