Hühner-Nuggets: Enttäuschende Ergebnisse bei Check des beliebten Kindersnacks

Nur 2 von 12 Produkten enthalten Fleisch aus Österreich, ein einziges zudem in Bio-Qualität; Angebot von großer Intransparenz und extremen Preisunterschieden geprägt

Wien (OTS) - Nuggets aus Hühnerfleisch zählen zu den beliebtesten Kindersnacks und finden sich nicht nur auf vielen Speisekarten, sondern auch in jedem Supermarkt-Tiefkühlregal. Das Angebot ist zuletzt kontinuierlich gestiegen, die Produkte unterscheiden sich aber stark in Preis und Qualität. Die Bürgerinitiative oekoreich hat sich die 12 wichtigsten Hühner-Nugget-Produkte näher angesehen und bei den Herstellern & Händlern nachgefragt, woraus diese gemacht sind und woher das Fleisch stammt. Zudem wurden Preise auf Kilobasis verglichen. Es zeigt sich, dass der Großteil des Angebots nicht dem gerecht wird, was man von einer Speise, die sich auch an Kinder richtet, erwarten können sollte.

Kaum heimisches Geflügel: 12 Produkte aus 9 Ländern

Von 12 Produkten enthalten nur 2 Fleisch aus Österreich (SPAR Chicken Nuggets & REBEL MEAT Kids Bio Hühner-Nuggets), überhaupt nur ein einziges ist zudem in Bio-Qualität (REBEL MEAT Kids Bio Hühner-Nuggets) verfügbar. Das für die übrigen Nuggets verwendete Fleisch wurde erzeugt oder verarbeitet in 9 europäischen Ländern, darunter Polen, Slowenien, Spanien, England oder Italien. Die Preis-Spanne reicht von 3,99 Euro bis zu 36 Euro pro Kilogramm, wobei das teuerste Produkt die „Chicken Nuggets“ von McDonalds sind.

Bei einem Selbstversorgungsgrad von knapp 80 Prozent kann wohl niemand ernsthaft behaupten, dass es kein Geflügelfleisch in Österreich geben würde. Der massenhafte Einsatz von Import-Fleisch ist wohl eher dem Preisniveau geschuldet, das mit Tierqual und Naturzerstörung einhergeht. Im Gegensatz zur heimischen Geflügelmast liegen die Standards im Ausland deutlich niedriger. Es ist unverständlich, wieso gerade in einem Snack, der vor allem auch an Kinder gerichtet ist, das billigste Fleisch stecken muss. Wir fordern die Hersteller und Händler auf sich nach Alternativen umzusehen – wie der Check zeigt, sind diese vorhanden“ so Sebastian Bohrn Mena, Sprecher der Bürgerinitiative oekoreich.

Detailergebnisse werden Medienvertreter*innen gerne kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Rückfragen & Kontakt:

Bürgerinitiative oekoreich, Dr. Sebastian Bohrn Mena, +43 660 703 88 64, initiative@oekoreich.com

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