SS-Symbol mit Firmenlogo im Garagenfenster

Mauthausen Komitee und Antifa-Netzwerk erstatten Anzeige

Wien (OTS) - Auf dem Garagenfenster eines Wohnhauses in Wolfsegg am Hausruck ist öffentlich sichtbar eine sogenannte Schwarze Sonne angebracht: ein Symbol, das aus dem Nationalsozialismus stammt. Es besteht aus zwölf ringförmig gefassten Sieg-Runen oder drei übereinandergelegten Hakenkreuzen. Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) und das OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus (Antifa-Netzwerk) haben deshalb bei der Staatsanwaltschaft Wels und beim Bezirkspolizeikommando Vöcklabruck Anzeige nach dem Verbotsgesetz erstattet.

Vorlage der Schwarzen Sonne ist ein Sonnenrad-Ornament, das von der SS geschaffen und in den Boden des Nordturms der Wewelsburg eingelassen wurde. Damit existiert eine direkte Verbindung des Symbols zum Holocaust und anderen von der SS verübten Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Heute dient die Schwarze Sonne in der Neonazi-Szene und in rechtsextremen Subkulturen als Erkennungszeichen.

Dass in Österreich jedes SS-Symbol verboten und als „Spur des Nazismus“ zu entfernen ist, ergibt sich aus dem Staatsvertrag von Wien (Artikel 9) sowie aus dem Verbotsgesetz (§§ 1 und 3) in Verbindung mit dem Abzeichengesetz (§ 1).

Die besagte Schwarze Sonne in Wolfsegg wird vom Besitzer des Wohnhauses bewusst und absichtsvoll zur Schau gestellt. Das zeigt sich schon daran, dass er das Logo seiner Firma in Schwanenstadt in der Mitte des Symbols wiedergibt. Damit ist ein bloßes Versehen ausgeschlossen. Offenkundig geht es dem Besitzer des Wohnhauses darum, mit dem SS-Symbol seine persönliche Gesinnung zu demonstrieren.

„Dass ein Symbol der Verbrecherorganisation SS, die Millionen Menschen ermordet hat, öffentlich zur Schau gestellt wird, ist ein Schlag ins Gesicht der NS-Opfer!“, sagt MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi.

„Wir haben die zuständigen Behörden verständigt und erwarten, dass sie rasch und wirksam einschreiten“, betont Netzwerk-Sprecher Robert Eiter. „Die Zahl der rechtsextremen Straftaten ist nicht nur bundesweit sehr hoch: In Oberösterreich werden regelmäßig die meisten begangen.“

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