KSW: Die österreichischen Steuerberater arbeiten seit Monaten über der Belastungsgrenze und sichern damit hunderttausende Arbeitsplätze

Anpatzversuche von Nationalratsabgeordneten sind Schlag ins Gesicht der gesamten Berufsgruppe

Wien (OTS) - Die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (KSW) nimmt Stellung zu Aussagen einzelner Nationalratsabgeordneten, wonach die Corona-Wirtschaftshilfen der Bundesregierung ein Förderprogramm für die Steuerberater wären.

Eine solche Aussage ist ein Schlag ins Gesicht der gesamten Berufsgruppe und aller Mitarbeiter/innen in den Steuerberatungskanzleien, die seit Monaten jenseits ihrer Belastungsgrenze arbeiten, um ihren Beitrag zur Bewältigung der Covid-Krise zu leisten. Einzelne Abgeordnete scheinen nicht darüber informiert zu sein, welche Zusatzbelastung die Steuerberaterinnen und Steuerberater seit fast zwei Jahren durchgehend tragen, um die wichtigen Unterstützungsleistungen der Bundesregierung für die heimischen Unternehmen verfügbar zu machen.

Es wird ihnen hoffentlich nicht entgangen sein, dass die österreichische Unternehmenslandschaft sich vorwiegend aus kleinen und mittleren Unternehmen zusammensetzt, die von der Corona-Pandemie schwer getroffen wurden. Sie brauchen dringend die Unterstützungsleistungen und deshalb ist es eine selbstverständliche Verantwortung der Steuerberaterinnen und Steuerberater diese zu beantragen, ordnungsgemäß abzuwickeln, auf immer neue Regelungen zu reagieren, die Schlussabrechnungen zu machen und genau jetzt auch noch die Bilanzen und Jahresabschlüsse zu finalisieren.

Welche unglaubliche Geringschätzung einzelner Parlamentarier, die Arbeit des gesamten Berufsstandes so herabzuwürdigen und finanzielle Eigeninteressen zu unterstellen. Ganz im Gegenteil, werden von Steuerberater/innen tausende Arbeitsstunden unter einem enormen fachlichen und zeitlichen Druck geleistet. So wie Ärzteschaft, Pflegekräfte oder Apotheker/nnen ihren Beitrag zur gesundheitlichen Krisenbewältigung leisten, so leisten die Steuerberater/innen einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der wirtschaftlichen Gesundheit unseres Landes. Parteipolitisch motivierter Zynismus und Polemik verstärken hingegen nur die ohnedies besorgniserregende Spaltung unserer Gesellschaft und sind aus Sicht der KSW nicht angebracht.

Die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer weist die Aussagen deshalb auf das Schärfste zurück und spricht eine dringende Einladung zu einem direkten Gespräch aus, bei dem sich die Abgeordneten des Nationalrates jederzeit über die Arbeit der österreichischen Steuerberater/innen informieren können. Und dabei sicher feststellen werden, dass es in dieser belastenden Krisenphase keine Herabwürdigung von parteipolitischer Seite braucht. Die Corona-Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung wurden schnell aktiviert und sind absolut überlebenswichtig für die österreichischen Unternehmen. Genauso wichtig sind aber die Steuerberater/innen, die es jeden Tag aufs Neue schultern, dass die Hilfen auch wirklich dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Und damit hunderttausende Arbeitsplätze sichern.

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