• 29.11.2021, 11:31:34
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Nächstes „Universum“-Herbsthighlight: „Hudson River – Der Fluss zwischen Wildnis und Skyline“

Neue Naturfilmdoku made in Austria setzt weltberühmtem Fluss ein filmisches Denkmal – am 30. November um 20.15 Uhr in ORF 2

Utl.: Neue Naturfilmdoku made in Austria setzt weltberühmtem Fluss
ein filmisches Denkmal – am 30. November um 20.15 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Der Hudson River. Was wäre die Skyline von Manhattan
ohne ihn? Spätestens seit hier eine Passagiermaschine der US Airways
im Jänner 2009 notgelandet ist und Hollywood diesem Ereignis einige
Jahre später ein filmisches Denkmal gesetzt hat, zählt er zu den
berühmtesten Flüssen der Welt. Doch der Hudson River ist viel mehr
als die Kulisse einer Megacity. Er ist auch wild und naturbelassen,
vielfältiger Lebensraum für eine spektakuläre Tier- und Pflanzenwelt.
Ein neues „Universum“ (Regie: John Dutton) begibt sich nun erstmals
auf filmische Entdeckungsreise und folgt dem Hudson River am
Dienstag, dem 30. November 2021, um 20.15 Uhr in ORF 2 von der Quelle
bis zur Mündung, von der Wildnis bis zur Skyline. „Hudson River – Der
Fluss zwischen Wildnis und Skyline“ entstand als Koproduktion von
Skyland Productions, RANFILM, ORF und Smithonian Channel in
Zusammenarbeit mit ARTE und ORF-Enterprise.

Eine der berühmtesten Wasserstraßen Nordamerikas entspringt als
dünnes Rinnsal 500 Kilometer nördlich von New York City am Mount
Marcy, dem höchsten Berg des Bundesstaats New York. Ein kleiner See
gilt als der Ursprung des Hudson, er trägt den zauberhaften Namen
„Lake Tear of the Clouds“. Und märchenhaft auch ist die Landschaft,
die sich an den Ufern des noch jungen Hudson ausbreitet: Die
scheinbar endlosen Nadelwälder der Adirondack-Berge mit wilden
Gebirgsbächen, tosenden Wasserfällen und zahlreichen Seen. Viele von
ihnen hat der Biber geschaffen, Lebensraum für sich und andere Tiere.
Wasservögel, Elche und sogar Schwarzbären profitieren von den
Anstrengungen des tierischen Baumeisters.

„Ein Jahr lang haben wir sie an den Ufern des Hudson beobachtet,
ebenso wie Füchse, Coyoten und andere Tiere. Wir sind dem
Weißkopfseeadler gefolgt, wenn er im entbehrungsreichen Winter
eisfreies Wasser gesucht hat und südwärts geflogen ist, um dort zu
fischen und dann in unmittelbarer Nachbarschaft zum Menschen seine
Jungen großzuziehen“, erzählt ein begeisterter Regisseur John Dutton.
„Wir zeigen die unglaublichen Flugmanöver des Adlers beim Balzflug
und den Wanderfalken beim Beuteflug. Die Superzeitlupe hält fest, wie
der schnellste Jäger der Welt seine Beute in der Luft schlägt.“

Das Kamerateam ist dem Hudson mit seinen tierischen Anwohnern
flussabwärts gefolgt, auf seiner stetigen Reise vom Hochgebirge
Richtung New York und Atlantik. Dabei zeigen sich die Wildtiere in
ihrer natürlichen Lebenswelt, die an vielen Orten eng mit der Welt
der Menschen verzahnt ist. Denn als einer der ersten Verkehrswege der
europäischen Siedler ist der Hudson über weite Strecken stark vom
Menschen geprägt. Doch anders als viele europäische Flüsse ist der
Hudson nicht reguliert. Er fließt in einer Rinne, die eiszeitliche
Gletscher ins Gestein geschliffen haben. Bauwerke und Landwirtschaft
sind an vielen Stellen bis an die Ufer des Hudson herangerückt. Ohne
Rücksicht auf Natur oder Landschaftsbild haben schon zur Mitte des
19. Jahrhunderts schnurgerade Bahndämme große Buchten des Flusses
abgeschnitten. Ganz unbeabsichtigt von den Erbauern hat sich in
diesen riesigen Becken über die Jahrzehnte ein Naturparadies aus
Menschenhand entwickelt. Als beeindruckendes Beispiel gelten die
Sümpfe von Tivoly Bays: Sie sind Kinderstube für zahllose Fische,
Schutz der Küsten vor Erosion und Hochwasser, Senken für Kohlendioxid
und riesige Mengen an Nährstoffen, die von den Feldern in den Fluss
gespült werden.

Nur von seiner Quelle in den Adirondacks hinab fließt der Hudson rund
250 Kilometer frei. Dann aber ein Einschnitt mit weitreichenden
Folgen. Bei der Kleinstadt Troy, nahe Albany, der Hauptstadt des
Staates New York, verändert ein Damm den Charakter des Flusses.
Unterhalb des Dammes wird der Hudson zum Ästuar, zu einem Fluss, der
von den Gezeiten des Meeres beeinflusst ist. Die Pegelschwankungen
des Atlantiks bei Ebbe und Flut reichen 240 Kilometer flussaufwärts
bis zu diesem Damm von Troy. Zweimal pro Tag steigt und fällt der
Wasserspiegel um rund 1,7 Meter. Die amerikanischen Ureinwohner
nannten den Hudson daher Mahicantuck „Fluss, der in zwei Richtungen
fließt“. Und Troy markiert noch mehr Besonderheiten: Hier mündet der
Mohawk, sein größter Nebenfluss, in den Hudson. Beeindruckende
Kameraflüge zeigen die Cohoe-Fälle nur eine Flussbiegung vom Hudson
entfernt. Genau dazwischen hat sich vor Urzeiten eine besondere
Pflanzengemeinschaft etabliert und bis in die Gegenwart erhalten:
Kiefernbuschwälder. Allerdings braucht dieses Biotop heute die
Unterstützung des Menschen, denn nur periodische Waldbrände halten
die Wälder am Leben. Eigene Einheiten von Fire Fighters haben die
Rolle der Blitze übernommen und legen regelmäßig kontrollierte
Buschfeuer. Damit schaffen sie auch den Lebensraum für das
Karner-Blau, einen der seltensten Schmetterlinge überhaupt.

Am Ende der einjährigen Reise nähert sich das „Universum“-Filmteam
New York aus der einzigartigen Perspektive des Flusses. Im letzten
Bild zieht der mächtige Hudson vorbei an der Südspitze von Manhattan.
An der sogenannten Battery vermischen sich seine Wassermassen mit
denen des Atlantiks.

Roman Landauer (Skyland Productions) und Matthias Ninaus (RANFILM),
die Produzenten dieser „Universum“-Produktion, sind „stolz, dass wir
diesem weltberühmten Fluss ein filmisches Denkmal setzen durften. Zum
Einsatz gebracht wurde die modernste Kameratechnik.
Highspeed-Kameras, Drohnen und Unterwasserkameras ermöglichen
einzigartige Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt entlang des
Hudson River“.

Ein Fluss, der auch für John Dutton seit seiner Kindheit eine große
Rolle spielt. Der Amerikaner mit österreichischen Wurzeln
mütterlicherseits erinnert sich: „Ein Großonkel aus dem Burgenland
war 1938 nach New York emigriert. Die Freiheitsstatue, der Hudson
River, auch für ihn waren das die ersten Eindrücke auf seinem Weg in
eine neue Freiheit. Wir haben ihn später oft in New York besucht, und
er hat uns davon erzählt.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF

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