Kälte, Hunger und Gewalt: ORF und NACHBAR IN NOT starten Winterhilfe für Afghanistan

Unterernährung, strukturelle Gewalt und ein harter Winter bedrohen die Ärmsten in der Bevölkerung

Wien (OTS) - Die Lage in Afghanistan ist dramatisch. Seit der neuerlichen Machtübernahme der Taliban wurden mehr als eine halbe Million Menschen innerhalb des Landes vertrieben, davon sind 80 Prozent Frauen und Kinder. Viele dieser Frauen und Mädchen sind Misshandlungen, Zwangsverheiratungen und struktureller Gewalt ausgesetzt. Der bevorstehende Winter bringt zudem vor allem in Zentralafghanistan Temperaturen bis zu minus 20 Grad mit sich. Besonders kritisch wird die Lage durch starke Schneefälle, die den Zugang zu abgelegenen Gebieten blockieren – Hilfsgüter müssen unbedingt noch zuvor zu den Menschen gebracht werden. Dazu kommt die besorgniserregende Nahrungsmittelsituation in Afghanistan. Es wird erwartet, dass 55 Prozent der Bevölkerung in den nächsten fünf Monaten an akuter Nahrungsmittelknappheit und an Wassermangel leiden werden. Rund 3,2 Millionen der Betroffenen sind Kinder unter fünf Jahren, bei denen bis Jahresende eine starke Unterernährung zu befürchten ist. Der ORF und NACHBAR IN NOT haben daher die gemeinsame Hilfsaktion „NACHBAR IN NOT – Winterhilfe Afghanistan“ gestartet.

Wrabetz: „Die Schwächsten brauchen unsere Hilfe“

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Viele Menschen in Afghanistan sind derzeit in einer Notlage und damit sich selbst überlassen. Nahrungsmittel sind knapp, die Winter vor Ort bitterkalt. Der ORF unterstützt deshalb mit allen seinen Medien und den Landesstudios die neue Aktion von NACHBAR IN NOT und bittet gemeinsam mit den Partnern von NACHBAR IN NOT um Spenden. Vor allem die Schwächsten unter den Opfern brauchen unsere Hilfe: Die Kinder, die völlig unverschuldet in dieser besorgniserregenden Lage sind.“

Strobl: „Fataler Lage nicht tatenlos zuschauen“

Pius Strobl, ORF-Verantwortlicher für NACHBAR IN NOT und Leiter Corporate Social Responsibility: „Die afghanische Bevölkerung hat nicht nur mit einer Not zu kämpfen, es sind mehrere Nöte, es sind zu viele. Die Not der Vertreibung innerhalb des eigenen Landes, die einher geht mit Hunger und keinem schützenden Dach über dem Kopf, gipfelt auch noch in dem missachteten Recht auf Bildung und Freiheit für Frauen und Mädchen. Dieser fatalen Lage können wir nicht tatenlos zuschauen. Darum bitten wir um Spenden für die Familien und Kinder noch vor dem harten Winter.“

Opriesnig: „Humanitäre Lage spitzt sich zu“

„Kälte, Hunger, bittere Armut. Die humanitäre Lage in Afghanistan spitzt sich mit jedem weiteren Tag dramatisch zu. Rund 23 Millionen Menschen sind akut von Hunger bedroht, darunter viele Kinder. Wir müssen jetzt rasch helfen! Es fehlt an allem, und es droht ein harter Winter. Das Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps. Helfen Sie jetzt mit Ihrer Spende“, sagt Mag. Michael Opriesnig, Generalsekretär des Roten Kreuzes.

Knapp: „Kinder sterben an Hunger“

„Die Hungersituation ist dramatisch, das Gesundheitssystem zusammengebrochen, eine Finanzierungs- und Liquiditätskrise Realität. In Afghanistan sterben Kinder an Hunger. Uns läuft die Zeit davon, denn der Winter wird die Lage weiter verschärfen. Entlegene Gebiete könnten durch Schneefälle bis zu vier Monate abgeschnitten sein. Jeder Tag zählt.“, sagt DI Andreas Knapp, Vorstandsvorsitzender der Stiftung NACHBAR IN NOT und Generalsekretär für Internationale Programme der Caritas Österreich.

Der ORF unterstützt die Hilfsaktion mit Spendenaufrufen im Fernsehen und Radio sowie Berichterstattung in allen Medien und Landesstudios. Alle Infos zu den Spendenmöglichkeiten und Projekten der NACHBAR IN NOT-Hilfsorganisationen auf nachbarinnot.ORF.at und im ORF TELETEXT auf Seite 681.

Spendenmöglichkeiten:

NACHBAR IN NOT – Winterhilfe Afghanistan
Spendenkonto (Erste Bank Sparkasse):
IBAN: AT91 2011 1400 4004 4004
BIC: GIBAATWWXXX

Online spenden oder Erlagschein anfordern: nachbarinnot.ORF.at

SMS-Spenden mit einem Spendenbetrag zwischen € 1,- und € 50,- an +43 664 660 44 66
Alle Infos auch im ORF TELETEXT 681

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