SP Ludwig/Novak: „Jede Frau hat das Recht auf ein Leben frei von Gewalt!“

Solidarität und Zusammenhalt mit allen von Gewalt betroffenen Frauen

Wien (OTS/SPW) - Im Rahmen der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ von 25. November bis 10. Dezember macht die SPÖ Wien mit ihrer aktuellen Kampagne auf Gewalt an Frauen in unserer Gesellschaft aufmerksam. „Wir wollen das nicht mehr! Stoppt Femizide!“ ist eine Aufforderung, hinzusehen und Gewalt an Frauen in unserer Gesellschaft keinen Platz mehr zu geben.***

Ein Blick auf die Gewaltstatistik der letzten Jahre zeigt einen deutlichen Anstieg der Frauenmorde in Österreich. Österreich liegt dabei EU-weit im traurigen Spitzenfeld: Zwischen 2014 und 2019 haben sich die Fallzahlen mehr als verdoppelt und sind seither konstant hoch. Mit dem Tag des Kampagnenstarts am 25. November wurden allein in diesem Jahr 28 Frauen in Österreich ermordet. Eine Tatsache, die so nicht mehr länger hingenommen werden kann.

„Diese Entwicklung ist sehr besorgniserregend“, zeigt sich Bürgermeister Dr. Michael Ludwig betroffen. „Gewalt an Frauen, egal ob körperlich oder psychisch ist absolut inakzeptabel und hat in unserer Gesellschaft keinen Platz. Wir alle sind aufgefordert hinzusehen, Gewalttaten zu verhindern und Frauen vor Gewalt zu schützen“, appelliert der Wiener Bürgermeister.

„Als Wiener Sozialdemokratie stehen wir für Respekt und für ein friedliches Miteinander und lehnen jede Form von Gewalt ganz entschieden ab“, unterstreicht auch SPÖ Wien-Landesparteisekretärin LAbg. Barbara Novak, BA. „Keine Frau soll in ihrem Leben Gewalt erleiden müssen, keine Frau soll schutzlos Gewalt ausgeliefert sein“, so Barbara Novak. Wo der Schutz für Frauen ansetzen muss und was notwendig ist, um Gewaltspiralen zu durchbrechen, zeigt Wien seit vielen Jahren vor. Dabei geht es einerseits um Soforthilfe für Gewaltopfer, wie sie Wien mit dem Frauennotruf und den bald fünf Wiener Frauenhäusern bereit stellt. Andererseits meint Gewaltschutz auch Präventions- und Täterarbeit, um Gewalttaten möglichst im Vorfeld zu verhindern. „Als eine dritte Säule muss unsere Gesellschaft endlich jene strukturellen Voraussetzungen schaffen, die Frauen ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen“, fordert Barbara Novak. Eine gute Schul- und Berufsausbildung für alle Frauen und Mädchen, die damit einhergehende finanzielle Eigenständigkeit, faire Löhne und eine abgesicherte Pension machen Frauen selbstbestimmt und unabhängig und legen den Grundstein für ein Leben frei von Gewalt.

Mit seinem dichten Gewaltschutznetz erfüllt Wien als bislang einziges Bundesland die Istanbul-Konvention. Barbara Novak sieht hier die Bundesregierung in der Verantwortung: „Ich wünsche mir diesen Schutz vor Gewalt für alle Frauen. Es geht hier um das Leben von Frauen, es geht um zum Teil schwerste Gewalttaten, die in vielen Fällen durch entsprechende Maßnahmen verhindert werden können. Es braucht endlich mehr Geld und Unterstützung für alle Frauen in Österreich“, so der Appell der SPÖ Wien-Landesparteisekretärin.

Mit der Wiener Sozialdemokratie haben Frauen eine politische Kraft an ihrer Seite, der sie vertrauen können. Corona hat die Situation für viele von Gewalt betroffene Frauen weiter verschärft. Gewohnte Schutzräume waren plötzlich nicht mehr verfügbar und die Gewaltspirale so noch schwerer zu durchbrechen. „Wir möchten betroffene Frauen ermutigen, sich Hilfe zu holen. Über den Wiener Frauennotruf, über Vertrauenspersonen oder über das internationale non-verbale Hilfezeichen bei häuslicher Gewalt in den sozialen Medien – es gibt immer einen Ausweg. Wien lässt keine Frau alleine“, so Ludwig und Novak abschließend.

Notrufnummern bei Gewalt:

24-Stunden-Frauennotruf 01 71 71 9

Notruf Wiener Frauenhäuser 05 77 22

Reichtzeitig zum Kampagnenstart informiert die Website https://machmit.spoe.wien/16-tage-gegen-gewalt über alle Eckpunkte zur Kampagne.
Alle Fotos zum Kampagnenauftakt sind unter folgendem Link abrufbar: https://www.flickr.com/photos/spoewien/albums/72157720173707168

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