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Außerordentliche Bedrohung des österreichischen Buchhandels für den Handel mit Büchern im jetzigen Lockdown

Gemeinsame Erklärung der IG Autorinnen Autoren und des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels (HVB): 36% der jährl. verkauften Bücher werden im Weihnachtsgeschäft verkauft!

  • Die österreichischen Verlage brauchen den österreichischen Buchhandel und sind eng mit ihm verbunden. Ohne die Beratung und die Leistung der österreichischen Buchhändler*innen würden viele heimische Verlagsproduktionen auf der Strecke bleiben. Die Kund*innen vertrauen den Mitarbeiter*innen im österreichischen Buchhandel, das sichert die Existenz der Autor*innen und Verlage. Eine Schließung des stationären Buchhandels in dieser so wichtigen Verkaufsphase vor Weihnachten ist eine große Gefährdung für alle österreichischen Autor*innen und Mitarbeiter*innen im Verlagswesen und Buchhandel.
    Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels
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  • Die Einkommensverluste bei Autorinnen und Autoren durch den Entfall von Veranstaltungen sind das eine, das andere ist, dass dadurch auch wesentliche Kaufimpulse für ihre Bücher ausfallen. Werden die Neuerscheinungen jetzt nicht verkauft, im Frühjahr kann das nicht mehr nachgeholt werden. Die österreichischen Autorinnen und Autoren leben von der Intensivbetreuung durch den Einzelbuchhandel. Sie können auf ihn nicht verzichten.
    Gerhard Ruiss, IG Autorinnen Autoren
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Wien (OTS) - Die österreichischen Autor*innen, Verlage und Buchhandlungen weisen auf die außerordentliche Bedrohung für den Handel mit Büchern im jetzigen Lockdown hin: 36 Prozent der jährlich verkauften Bücher werden im Weihnachtsgeschäft verkauft!

Die Zahlen sprechen für sich und machen die Gefahren des Lockdowns für die österreichischen Autor*innen, Verlage und den Buchhandel dramatisch sichtbar. 36 Prozent der jährlich verkauften Bücher werden im Weihnachtsgeschäft abgesetzt. Davon 2/3 im stationären Buchhandel 1/3 Online. Besonders dramatisch ist die Situation für die österreichischen Autor*innen bei heimischen Verlagen, denn von den 9.000 Titeln, die dort jedes Jahr neu erscheinen, werden 80 Prozent im stationären Buchhandel abgesetzt. Schon im ersten Lockdown-Jahr 2020 hatte der stationäre österreichische Buchhandel ein Minus von 12 Prozent. Auch im laufenden Jahr, Vergleich Jänner bis Oktober 2020 vs. 2021 gibt es bereits ein zusätzliches Minus von 3% Prozent.

Eine Schließung des stationären Buchhandels bedroht die österreichischen Autor*innen, die österreichischen Verlage und natürlich den Buchhandel selbst in ihren Grundfesten. 4.000 Beschäftigte weist der österreichische Buchhandel auf, noch einmal 2.000 Mitarbeiter haben die heimischen Verlage. IG Autorinnen Autoren und der HVB appellieren daher dringend in der jetzigen Situation, die zahlreichen Bezugsmöglichkeiten von Büchern im stationären Handel zu nutzen. Sie reichen von Web-Shops, Telefonbestellungen, Buchklappen bis hin zu persönlichen Zustellungen durch die Buchhandlungen. Nicht selten, das haben die Auszeichnungen der letzten beiden Jahre von Buchhandlungen mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis gezeigt, schwingen sich Buchhändler*innen selbst aufs Rad, um Bücher an ihre Kundinnen und Kunden auszuliefern.

Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels erklärt: „Die österreichischen Verlage brauchen den österreichischen Buchhandel und sind eng mit ihm verbunden. Ohne die Beratung und die Leistung der österreichischen Buchhändler*innen würden viele heimische Verlagsproduktionen auf der Strecke bleiben. Die Kund*innen vertrauen den Mitarbeiter*innen im österreichischen Buchhandel, das sichert die Existenz der Autor*innen und Verlage. Eine Schließung des stationären Buchhandels in dieser so wichtigen Verkaufsphase vor Weihnachten ist eine große Gefährdung für alle österreichischen Autor*innen und Mitarbeiter*innen im Verlagswesen und Buchhandel.

Gerhard Ruiss von der IG Autorinnen Autoren, führt dazu weiter aus: „Die Einkommensverluste bei Autorinnen und Autoren durch den Entfall von Veranstaltungen sind das eine, das andere ist, dass dadurch auch wesentliche Kaufimpulse für ihre Bücher ausfallen. Werden die Neuerscheinungen jetzt nicht verkauft, im Frühjahr kann das nicht mehr nachgeholt werden. Die österreichischen Autorinnen und Autoren leben von der Intensivbetreuung durch den Einzelbuchhandel. Sie können auf ihn nicht verzichten.

Die gesamte Branche hängt vom Weihnachtsgeschäft ab, vor allem die Existenz des Einzelbuchhandels. Auch die Autor*innen und Verlage sind mangels Veranstaltungen mehr denn je vom weiteren reibungslosen Funktionieren des Buchhandels abhängig. Die Buchpreisbindung gewährleistet keine billigeren Bücher bei internationalen Online-Anbietern. Nahezu alle österreichischen Buchhändler haben funktionierende Online-Shops und leisten rasche Lieferung an die Besteller.

Auf www.buchhandel.at gibt es einen zentralen Überblick zu den österreichischen Buchhandlungen und direkte Verlinkungen zu deren Online-Shops, auch Bücherschecks (Büchergutscheine), die in allen österreichischen Buchhandlungen eingelöst werden können, sind dort online bestellbar.


Rückfragen & Kontakt:

IG Autorinnen Autoren
Gerhard Ruiss, Geschäftsführer
T: +43 1 526 20 44-0
E: gerhard.ruiss@chello.at

Hauptverband des Österreichischen Buchhandels
Gustav Soucek, Geschäftsführer
T: +43 1 512 15 35-30
E: soucek@hvb.at

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