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Banken 2025: Die Zeit zum Handeln ist jetzt

COVID-19, die Digitalisierung, ESG als auch das Kundenverhalten nehmen vermehrt Einfluss auf das Geschäftsmodell von Banken.

Wien (OTS) - Gleichzeitig erzwingen diese Faktoren einen Transformationsprozess, um weiterhin erfolgreich bleiben zu können. Diese und weitere – in sechs Themenfelder gegliederte Erkenntnisse – gehen aus der aktuellen KPMG Umfrage „Banken in der neuen Normalität“ hervor, an der sich 20 Bankinstitute beteiligt haben.

Neue Geschäfts- und Betriebsmodelle erwartet
Die Filialstrukturen sowie Vertriebskonzepte der Banken stehen auf dem Prüfstand: Geschäftsmodelle müssen neu gedacht sowie die Bedürfnisse von Kunden frühzeitig erkannt und erfüllt werden. Dabei ist zu beobachten, dass digitale Kanäle immer beliebter werden und gleichzeitig sich die Überlegungen zum bestehenden Filialnetz intensivieren.

Darüber hinaus werden bis 2025 Joint Ventures und bankenübergreifende Dienstleistungen die Agenden der Banken-CEOs prägen. „Noch sind österreichische Banken zurückhaltend, was IT-Investitionen und die Reorganisation des Betriebsmodells betreffen. Gleichzeitig beobachten wir den Trend, dass immer mehr Banken Joint Ventures mit bankfremden Dienstleistern prüfen, um ihr klassisches Geschäft zu optimieren“, sagt Alexander Lippner, KPMG Partner und Bankenexperte. Insbesondere Joint Ventures mit bankfremden Unternehmen könnten klassische Geschäftsmodelle auflösen und die Produkt- und Serviceangebote diversifizieren, wie es internationale Banken bereits realisiert haben.

ESG als Gamechanger
Neben der zunehmenden Digitalisierung trägt auch die Bekennung zu den ESG-Werten (Environmental, Social & Governance) dazu bei, dass sich das Geschäftsmodell der Banken verändert. Erkennbar ist, dass die Integration der ESG-Werte in die Unternehmensstrategie und -philosophie einen nachhaltig positiven Effekt auf die Performance der Unternehmen hat und Banken ihre Geschäftsmodelle an langfristige Ertragsmöglichkeiten ausrichten werden. „Aktuell verlangt der Markt nach nachhaltigen Finanzprodukten und dies wird sich auch in den nächsten Jahren verstärkt fortsetzen. Wir empfehlen das Thema ESG nicht isoliert zu betrachten und dieses Werteverständnis auch gegenüber dem Kunden glaubhaft und transparent aufzuzeigen“, sagt Jürgen Mellitzer, KPMG Partner.

Richtige Balance bei flexiblen Arbeitsmodellen
Im Hinblick auf das künftige Betriebsmodell müssen Banken auch ihre Arbeitsmodelle neu überdenken und neugestalten. Der Einsatz von Robotic Process Automation, insbesondere bei repetitiven Tätigkeiten, Kreativzeiten für Mitarbeiter oder flexible Arbeitsmodelle werden in den kommenden Jahren den Arbeitsalltag in der Bankenbranche dominieren. Gleichzeitig müssen die Führungs- und Managementfähigkeiten den Anforderungen von neuen Arbeitsmodellen angepasst werden.

Weitere Thesen aus der Studie zur Bankenlandschaft:

Bis 2025…

  • …werden sich die Filialkonzepte grundlegend verändert haben und die Anzahl der Filialen somit um zehn Prozent zurückgegangen sein.

  • …werden Banken die Zusammenarbeit mit Fintechs intensivieren und sektorübergreifend mit neuen, agilen Marktteilnehmern zusammenarbeiten.

  • …werden Joint Ventures und bankenübergreifende Dienstleistungszentren weitgehend etabliert sein.

  • …werden notwendige Führungs- und Managementfähigkeiten den Anforderungen von neuen Arbeitsmodellen angepasst.

  • …werden operatives Risikomanagement und Cyber Security als Wettbewerbsvorteile gesehen.

  • …sind Banken lokal und regional vernetzt und aktiv.

Mehr Informationen zur Studie „Das Bankwesen in der neuen Normalität“ finden Sie hier: https://bit.ly/3FDxL2g

Rückfragen & Kontakt:

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Mag. Gözde Yaylali, BA
Corporate Communications
0043 (1) 313 32-3014
gyaylali@kpmg.at

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