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„Orientierung“: Namensmauer für Shoah-Opfer – Gedenken an mehr als 60.000 ermordete Jüdinnen und Juden

Am 14. November um 12.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 14. November 2021, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Mythen der Verschwörung: Fast nichts Neues unter der Sonne

In Krisenzeiten blühen Verschwörungstheorien oder „Verschwörungsmythen“ – und die Corona-Pandemie macht da keine Ausnahme. Ist sie nicht eigentlich eine bewusst herbeigeführte „Plandemie“? Wurde das Coronavirus im Labor gezüchtet? Werden mit dem Impfstoff gar winzige Chips verabreicht, die es Bill Gates und anderen „finsteren Gestalten“ ermöglichen, die Menschheit zu kontrollieren? Aber so abstrus manche dieser Vorstellungen klingen mögen: Es ist alles schon dagewesen. „Bei Verschwörungstheorien gibt es nichts Neues unter der Sonne“, sagt der US-Politologe Joseph Uscinski, der an der Universität Miami Verschwörungsmythen erforscht. QAnon ist eine Bewegung, die erst 2017 in den USA entstanden ist. Auch diese politisch höchst brisante Bewegung ist ein Sammelsurium alter Hüte, aber anders als ihre Vorläufer hat sie die Zukunft im Blick: Sie arbeitet auf einen Umsturz hin, auf ein „großes Erwachen“, auf den „Sturm“. Bericht: Christian Rathner.

Namensmauer für Shoah-Opfer: Gedenken an mehr als 60.000 ermordete Jüdinnen und Juden

Rund 20 Jahre kämpfte der Austrokanadier und gebürtige Wiener Kurt Tutter, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden, für eine Gedenkstätte: Am vergangenen Dienstag – am Jahrestag der Reichspogromnacht 1938 – wurde sie nun in Wien offiziell eröffnet. Die Anwesenheit von Bundeskanzler Alexander Schallenberg und anderer Repräsentanten der Republik sowie des Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, machte deutlich, dass dem Mahnmal auch große politische Bedeutung zugemessen wird. „Wer der Ermordeten nicht gedenkt, löscht sie aus.“ Mit der Namensmauer soll der befürchtete „Gedächtnismord“ nun gebannt sein. Kreisförmig aufgestellte Steinstelen zeigen Namen und Geburtsdaten der Opfer: Frauen, Männer und Kinder, die meisten wurden in den Konzentrations- und Vernichtungslagern in Osteuropa vom NS-Regime ermordet. Die „Orientierung“ sprach mit Nachkommen von Opfern über ihre Gedanken anlässlich der Eröffnung der Gedenkstätte. Bericht: Klaus Ther.

Eröffnungsfeier in Ljubljana: Jüdisches Leben in neuer Synagoge

Die Judengasse erinnere an das einstige jüdische Viertel in Ljubljana, erzählt Matija Ravitz auf seinem Weg in die neue Synagoge dem Team der „Orientierung“. Kein Haus von damals stehe mehr. Daher sei für ihn und die rund 150 anderen jüdischen Gemeindemitglieder heute ein großer Tag, denn ein neues Bethaus, eine Synagoge, wurde eingerichtet. Viele Jahrhunderte reichen die Wurzeln jüdischen Lebens in der slowenischen Hauptstadt zurück. Doch immer wieder wurden Jüdinnen und Juden hier vertrieben, zuletzt von den Nationalsozialisten beinahe vollständig vernichtet. Nun hat man 83 Jahre nach der sogenannten Reichspogromnacht einen neuen Ort, an dem sich jüdisches Leben in Ljubljana entfalten kann. „Ein Gedächtnis an die Shoah sollte auch immer mit einem Blick auf gegenwärtiges jüdisches Leben verbunden werden“, sagt Elie Rosen, der Präsident der Grazer Kultusgemeinde. Er ist treibende Kraft hinter dem slowenischen Synagogenprojekt und erinnert an historische Bande. Zu Zeiten der Donaumonarchie – bis 1918 – gehörten die jüdischen Gemeinden Ljubljana und Graz zusammen, jetzt seien sie wieder verbunden. Die neue Synagoge soll auch helfen, die kleine jüdische Minderheit sichtbarer zu machen, betont der slowenische Oberrabbiner Ariel Haddad. Bericht: Marcus Marschalek.

Vulkanausbruch auf Kanareninsel: Ein Pfarrer auf La Palma organisiert Hilfe und spendet Trost

Die Kanareninsel La Palma wird seit rund acht Wochen immer wieder von Vulkanausbrüchen erschüttert. Der Ausbruch am Cumbre Vieja hat innerhalb dieser wenigen Wochen schon viel Leid unter der Bevölkerung verursacht: Mehr als 2.000 Gebäude wurden vernichtet, 6.000 Bewohnerinnen und Bewohner der Insel haben ihr Zuhause verloren. Der katholische Pfarrer von Tajunya organisiert Hilfe, hält seine Kirche rund um die Uhr für Medienvertreter/innen und „Vulkantouristen“ geöffnet und spendet den Betroffenen der Katastrophe Trost. Für den 79-jährigen Domingo Guerra ist es bereits das dritte Mal, dass er eine Serien von Eruptionen miterleben muss. Er sieht den Vulkan als „Drachen“ und ruft dazu auf, ihm „Widerstand“ zu leisten. Bericht:
Josef Manola.

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