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Gaál/Anderl/Schumann zum Wiener Equal Pay Day am 15. 11. 2021: „Das Ziel ist: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“

Mehr Einkommensgerechtigkeit für Leistungsträgerinnen: Frauen in Wien verdienen um 7.207 Euro weniger (12,8 Prozent) weniger als Männer

Wien (OTS) - Der Wiener Equal Pay Day fällt heuer auf den 15. November 2021. Das heißt: Wiens Frauen arbeiten heuer im Verhältnis zu den Männern 47 Tage „gratis“. (Basis ist das durchschnittliche Jahres-Brutto-Einkommen bei Vollzeitbeschäftigung). Männer haben zu dem Zeitpunkt bereits so viel verdient wie Frauen im ganzen Jahr.

Frauen in Wien verdienen heuer im Durchschnitt um 12,8 Prozent weniger als Männer. Das durchschnittliche Bruttoeinkommen von Männern in Wien liegt derzeit bei 56.521 Euro. Demgegenüber verdienen Frauen in Wien im Schnitt 49.313 Euro brutto im Jahr – um 7.207 Euro weniger als Männer.

Gaál/Anderl/Schumann: „Die Heldinnen der Krise halten unsere Gesellschaft am Laufen und verdienen mehr!“

„Wir halten das Land am Laufen“ lautet das Motto der gemeinsamen Aktion von Stadt Wien, Arbeiterkammer und ÖGB Frauen. Denn: Die meisten der beklatschten Heldinnen in der Corona-Krise sind Frauen. Daher ist die klare Botschaft zum Equal Pay Day heuer: „Frauen sind Leistungsträgerinnen und halten das Land am Laufen. Sie verdienen mehr!“ Mit dieser Kampagne setzt das Frauenservice Wien gemeinsam mit Arbeiterkammer Wien und ÖGB Frauen einen Schwerpunkt.

„Im österreichweiten Vergleich schneidet Wien am besten ab. Das bestätigt unseren Weg und die gezielten Maßnahmen zur Frauenförderung. Doch: Es gibt noch viel zu tun. Frauen in Wien arbeiten heuer im Vergleich zu Männern im Durchschnitt 47 Tage gratis. Ein gerechter Lohn zählt zu den wichtigsten Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben und eine faire Pension. Das Ziel ist: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“, so Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál.
Und: „Frauen leisten nach wie vor einen Großteil der unbezahlten Arbeit. Außerdem halten sie in den Krankenhäusern, in den Supermärkten, in Kindergärten und Schulen unsere Gesellschaft am Laufen und sind Leistungsträgerinnen! Die Heldinnen der Coronakrise verdienen mehr!“, so Gaál.

„Ich fordere einen Ausbau der Kinderbetreuung und der Pflege, eine Förderung der partnerschaftlichen Teilung von Familien- und Erwerbsarbeit und volle Lohntransparenz im Betrieb. Ich will 2030 den Equal Pay Day am 31. Dezember haben und endlich wirklich gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Dass der Wiener Equal Pay Day drei Wochen nach dem österreichischen Durchschnitt liegt zeigt, dass die Politik für Frauen auch wirkt“, so Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl.

Damit der Ausbau der Kinderbildung auch gewährleistet wird, braucht es einen Rechtsanspruch ab dem ersten Geburtstag des Kindes. Denn nur so haben Eltern Planungssicherheit und Frauen können leichter wieder in das Erwerbsleben einsteigen. So ist es möglich, dass Frauen mehr verdienen und die Einkommensschere sich auch endlich weiter schließt“, ist ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann überzeugt.

Im Bundesländervergleich schneidet Wien am besten ab. Die Corona-Krise hat auch gezeigt, wie wichtig eine gute soziale Infrastruktur ist. Diese wirkt sich auch günstig auf Fraueneinkommen aus: Dank dem guten Angebot an Kinderbetreuung und Co. sind die Berufschancen für Frauen in Wien entsprechend günstig.

Der österreichweite Equal Pay Day fiel 2021 auf den 25. Oktober. Während das durchschnittliche Bruttoeinkommen von Männern in Österreich bei 54.571 Euro liegt, verdienen Frauen durchschnittlich 44.449 Euro brutto im Jahr. Daraus ergibt sich ein Minus von 18,5 Prozent. Frauen in Österreich verdienen im Durchschnitt um mehr als 10.000 Euro (EPD 2021: 10.122 Euro) pro Jahr weniger als Männer.

Gratis Online-Workshops von Frauenservice und waff –Jetzt anmelden!

Am 11.11.2021 fand anlässlich des Wiener Equal Pension Day eine Informationsoffensive im öffentlichen Raum auf der Mariahilfer Straße statt. Passant*innen wurden über den Equal Pay Day und den Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern informiert und der Schwerpunkt auf Leistungsträgerinnen gesetzt.

Aktuell finden kostenlose Digitalisierungs-Workshops des Frauenservice Wien in Kooperation mit dem waff statt. Für diese Online-Termine läuft die Anmeldung:

„Was hat künstliche Intelligenz mit mir zu tun? Zukunftseinblicke KI“, 18.11.2021, 17.30 „Digital im Job – Frauen erzählen ihre Erfolgsgeschichten“, 25.11.2021, 17.30

Anmeldung unter: frauen.wien.at / Schluss

Rückfragen & Kontakt:

Gerda Mackerle
Mediensprecherin
Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál
Tel.: 0676/8118 81983
Mail: gerda.mackerle@wien.gv.at

Nani Kauer, AK Wien
Mediensprecherin der Präsidentin
Mail: nani.kauer@akwien.at
Tel.: + 43 664 6145915

ÖGB Kommunikation
Christine Esterbauer
Mail: christine.esterbauer@oegb.at
Tel.: 0664 614 5261
www.oegb.at

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