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Budget 2022: Mehr Mittel für Entwicklungszusammenarbeit dringend nötig

Licht für die Welt mahnt: Budgetvorschlag berücksichtig internationale Zusagen zu wenig

Ich ermutige die Abgeordneten besonders, sich für Menschen mit Behinderungen in den Partnerländern der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen und zu ermöglichen, dass jeder Mensch sein Potential entfalten kann
Rupert Roniger, internationaler Geschäftsführer Licht für die Welt

Wien (OTS) - „Die Nationalratsabgeordneten haben jetzt die Chance, sich für mehr EZA-Mittel stark zu machen und den Vorschlag der Regierung entscheidend nachzubessern. Ich ermutige die Abgeordneten besonders, sich für Menschen mit Behinderungen in den Partnerländern der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen und zu ermöglichen, dass jeder Mensch sein Potential entfalten kann“, appelliert Rupert Roniger, internationaler Geschäftsführer von Licht für die Welt. Morgen diskutiert der Budgetausschuss das Kapitel „Äußeres“, das auch die Mittel der bi- und multilateralen Entwicklungszusammenarbeit (EZA) für das kommende Jahr enthält. Der von der Regierung vorgelegte Entwurf zementiert die bilateralen Mittel auf einem niedrigen Niveau ein.

Gerade jetzt in der Pandemie, braucht es einen viel höheren Einsatz von einem reichen Land wie Österreich. 2020 lag Österreich lediglich bei 0,29 Prozent statt der vielfach versprochenen 0,7 Prozent des BNE. Der aktuelle Budgetentwurf ist dahingehend ambitionslos und bringt Österreich dem 0,7 Prozent Ziel nicht näher.

Zu wenig Hilfe in der Pandemie und der Klimakrise

Die neue Studie „A disability -inclusive response to COVID-19“ stellt fest, dass besonders Menschen mit Behinderungen in der Corona-Krise erschreckend oft keine Hilfe bekommen haben. Auch die Auswirkungen der Klimakrise treffen blinde, gehörlose und anders behinderte Menschen besonders hart. Die im Budgetentwurf vorgesehen Mittel für Humanitäre Hilfe müssen daher inklusiv sein. Ebenso ruft Licht für die Welt dazu auf, in der künftigen Strategie Humanitären Hilfe zu verankern, dass alle Mittel inklusiv investiert werden müssen.

Seit 2020 steigt zum ersten Mal seit 20 Jahren die Anzahl an Menschen in Armut, Menschen mit Behinderungen sind überproportional betroffen, es braucht also dringend mehr Mittel.

Gesundheitsversorgung inklusiv

In der Pandemie wird sichtbar, wie wichtig inklusive Gesundheitsversorgung ist. Licht für die Welt leistet einen Beitrag und baut in Äthiopien, Burkina Faso, Mosambik, Südsudan und Uganda langfristig inklusive Gesundheitssysteme vor allem im Bereich Augengesundheit auf, damit alle Menschen Gesundheitsversorgung erhalten. Solange nicht alle Menschen eine Basisversorgung haben, kann weder diese, noch zukünftige Krisen gemeistert werden.

Weitere Informationen:
Bericht „Inclusive crisis response: learning from COVID-19
Briefing: Klimaschutz und Menschenrechte
Info: Klimakrise und Augengesundheit

Rückfragen & Kontakt:

Natalie Plhak
Pressesprecherin Licht für die Welt
+ 43 664 546 82 41
n.plhak@light-for-the-world.org

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