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Budget für Entwicklung darf kein Armutszeugnis sein

Jugend Eine Welt fordert gerade nach der Pandemie verbindlichen Stufenplan

Wien (OTS) - „Wenn das Budget Österreichs für Entwicklungszusammenarbeit vor dem Hintergrund einer weltweiten Pandemie stagniert, ist das ein Armutszeugnis“, erklärt Gründer und Geschäftsführer von Jugend Eine Welt, Reinhard Heiserer. Das Regierungsprogramm habe Anlass zur Hoffnung gegeben. Darin war eine schrittweise Aufstockung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit in Richtung des internationalen Zieles von 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) vorgesehen. Doch von einer Umsetzung sei nun nichts mehr zu sehen, betont Heiserer. Laut OECD hat Österreich im Jahr 2020 nur 0,29 Prozent des BNE für Entwicklungszusammenarbeit bereitgestellt.

„Wir müssen endlich die jährlichen Diskussionen um das Erreichen des 0,7-Prozent-Zieles beenden und fordern daher eine Verbindlichkeit des Stufenplans. Von leeren Versprechen haben die Menschen in den Ländern des Globalen Südens nichts“, so Heiserer.

Die Pandemie habe gerade die ärmsten Bevölkerungsschichten besonders getroffen. Gelegenheits- oder Wanderarbeiter hatten aufgrund von Lockdowns von heute auf morgen ihre Lebensgrundlage verloren. „Wir sehen, dass gerade Kinder sehr unter den Folgen der Pandemie leiden.“ Denn nach positiven Entwicklungen vor Ausbruch der COVID-19-Pandemie, habe beispielsweise auch ausbeuterische Kinderarbeit wieder zugenommen. Kriege, Konflikte und Naturkatastrophen würden darüber hinaus Armut und Hunger weiter befeuern. „Die von der österreichischen Bundesregierung vielbeschworene Hilfe vor Ort, kann nur mit einer ausreichenden finanziellen Grundlage geleistet werden“, erklärt Heiserer.

Jugend Eine Welt – Don Bosco Entwicklungszusammenarbeit ist eine österreichische Non-Profit-Organisation, die sich seit fast 25 Jahren weltweit für die Verbesserung der Lebensperspektiven von benachteiligten Kindern und Jugendlichen einsetzt. Unter dem Leitgedanken „Bildung überwindet Armut“ unterstützt Jugend Eine Welt Hilfsprojekte, Schulen, Straßenkinder-Programme und Bildungszentren in Asien, Afrika, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Osteuropa und leistet Nothilfe in Krisensituationen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Angelika Rädler
Jugend Eine Welt / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
+43 (0)664 / 886 32 574
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