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Olischar: Managementplan zum Weltkulturerbe herbe Enttäuschung

Forderungen der Opposition wurden bei Erstellung nicht berücksichtigt - Maßnahmen zur Erhaltung des Weltkulturerbes sind völlig unzureichend

Wien (OTS) - "20 Jahre sind vergangen, seit die Wiener Innenstadt den Status des Weltkulturerbes erhalten hat. 20 Jahre, die es gedauert hat, bis nun endlich der Managementplan dazu auf dem Tisch liegt. Nur leider stellt sich dieser nun als Enttäuschung heraus", betont die Planungssprecherin der neuen Volkspartei Wien, Elisabeth Olischar, in Bezug auf den heutigen Beschluss des Managementplans im Stadtplanungsausschuss.

Die Stadtregierung habe es leider verabsäumt, klare Aussagen zu treffen und eindeutige Rahmenbedingungen festzulegen, was nötig ist, um das Weltkulturerbe langfristig zu schützen und auch für zukünftige Generationen zu erhalten. "Die 'Heumarkt-Symptome" werden überhaupt nicht konkret angesprochen - die Höhenentwicklung der Kernzone, der Ausschluss von Hochhäusern, die maximale Höhe von Gebäuden, die Überarbeitung des Hochhauskonzeptes. Dabei haben uns doch gerade diese Versäumnisse dorthin gebracht, wo wir jetzt sind - nach wie vor auf der Roten Liste der UNESCO", kritisiert Olischar scharf.

Die Einbeziehung der Opposition bei der Erstellung des Managementplans sei nur pro-forma passiert - die eingemeldeten Punkte wurden kaum berücksichtigt. "Da sich der nun vorliegende Plan kaum von dem Entwurf im Mai unterscheidet, war die angekündigte Einbindung offensichtlich nur als Beruhigungspille für die Opposition gedacht. Wir fordern eine umfassende Reform des Fachbeirates. Nur eine weitere Person hinzuzuziehen, die sich um das Weltkulturerbe kümmern soll, reicht einfach nicht. Es muss eine klare Höhenbegrenzung in der Kernzone geben, die einhergehen muss mit der Reform des Hochhauskonzeptes. Zudem sind die Fristen für die Umsetzung der zum Teil sehr schwammigen Maßnahmen zu lang. Es besteht sofortiger Handlungsbedarf, um das Weltkulturerbe für Wien zu erhalten!", bekräftigt Olischar abschließend.

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